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Zoo Frankfurt Hoffnung auf zweiten Zooeingang

Das Kulturdezernat prüft die Öffnung der Pforte Rhönstraße zumindest für den Sommer. Eine Dauerlösung bleibt fraglich.

Zooeingang
Seit 2013 geschlossen: der östliche Zooeingang an der Rhönstraße. Foto: Christoph Boeckheler

Wenn alles gut läuft, können sich viele Zoobesucher schon in diesem Sommer über kürzere Wege freuen: Die Stadt arbeitet konkret daran, den östlichen Eingang an der Rhönstraße übergangsweise wieder zu öffnen. „Das ist gerade in der technischen Prüfung“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) der Frankfurter Rundschau.

Der ehemalige hintere Zugang dient seit 2013 nur noch als Ausgang mit Drehkreuz, seit das neue Haupt-Entree an der Bernhard-Grzimek-Allee fertig ist. Die Klagen der Bürger aus dem Ostend, besonders der älteren, die teils 20 Minuten Umweg in Kauf nehmen müssen, reißen nicht ab. Die Stadträtin kann das gut nachvollziehen: „Der Eingang war jahrzehntelang offen, die Anwohner haben damit gelebt. Der Zoo hat ja auch eine Funktion als Park für die Menschen.“

Die Idee: „Wir wollen jemanden dort hinstellen, der Eintrittskarten kontrolliert“, sagt Hartwig. Das Ganze steht aber noch unter dem Vorbehalt, dass die Technik mitspielt. Eine Lesemöglichkeit für Dauerkarten wird zurzeit geprüft. Sollte das klappen, wird der Zutritt zunächst lediglich für die Sommermonate ermöglicht.

Einer späteren längerfristigen Lösung, womöglich dauerhaft für das ganze Jahr, stehen diverse Widrigkeiten im Weg, besonders das arg in die Jahre gekommene Kassengebäude. „Darin darf gar niemand mehr sitzen“, sagt die Dezernentin, der Bau entspreche nicht mehr den Vorschriften. Dennoch werden sich die Fachleute auf die Suche nach einer Dauerlösung machen, denn: „Da ist viel Druck und Frust vorhanden bei den Bürgern“, hat Ina Hartwig erfahren. Beeindruckt äußert sie sich über die Bürgerinitiative, die unermüdlich für die Wiederöffnung kämpfe und sogar angeboten habe, sich finanziell an der Umsetzung zu beteiligen.

Mehr Tierpfleger im Etat

Zoodirektor Manfred Niekisch hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Verständnis geäußert für die Um-den-Zoo-herum-Wanderer. Er verwies aber auch stets auf das Problem, dass ein zweiter Eingang zusätzliches Personal brauche – ein Thema, das den Tierpark generell seit Jahren zwickt. Mit den neuen, pflegeintensiven Gehegen wuchs die Zahl der Tierpfleger nicht immer adäquat. Für 2017 gibt es zumindest Linderung: Der Frankfurter Haushaltsplan sieht fünf neue Stellen für den Zoo vor, davon drei, die an die neue Pinguinanlage zweckgebunden sind. Eine weitere Stelle ist für eine Kassenkraft eingeplant, und die fünfte soll ein sogenannter Springer einnehmen, der flexibel eingesetzt wird.

„Die Tierpfleger brauchen für ihre Arbeit mehr Zeit“, urteilt Ina Hartwig, die nach den ersten Begegnungen beeindruckt ist: „Die Mitarbeiter lieben die Tiere“, sagt sie, „und auch die beiden Zootierärztinnen sind Heldinnen!“

Nächste Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, ist am Dienstag: Dann kommen die Kulturdezernentin und der Oberbürgermeister zum Baustellenbesuch an die künftige Pinguinanlage.

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