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Yoga in Frankfurt Outdoor-Yoga im Frankfurter Grünen

Der Trend geht auch in Frankfurt zum Outdoor-Yoga: Nadine Gerhardt veranstaltet „Pop-Up“-Kurse im Holzhausenpark oder am Main.

Yoga in Frankfurt
Sonnengruß am Morgen: Yoga-Lehrerin Nadine Gerhardt gibt Kurse im Freien - hier vor der EZB. Foto: Boeckheler

Yoga im Freien ist ein Sport-Trend in diesem Sommer. Am Fluss, in Parks oder im Anlagenring rollen die Menschen ihre Matten aus. Auch vor den Glastürmen der Europäischen Zentralbank (EZB) nahe der Weseler Werft. Morgens um sieben Uhr treffen sich zwölf Frühsportler.

Der Tau glänzt auf dem Klee, die Amseln singen, Sonnenstrahlen spiegeln sich in der Bankenfassade. Kursleiterin Nadine Gerhardt begrüßt die Teilnehmer mit Umarmungen. „Hi!“, sagt sie, und „ein neues Gesicht!“ Sie setzt sich auf ihre Matte, die auf einer Patchwork-Decke liegt. Die Kurs-Teilnehmer schließen die Augen, konzentrieren sich auf ihren Atem, lassen die Gedanken ruhen. Eine Stunde Hatha-Yoga folgt. Eine Stunde, in der sich Bewegungsfolgen wiederholen. Yogis und Yoginis wissen, wie die Positionen heißen:

Der herabschauende Hund - dabei sind Arme und Beine durchgestreckt, während der Hintern in die Höhe ragt. Das Brett, das aussieht wie eine gehaltene Liegestütze. Weitere Stellungen schließen sich an, die Kobra, der Krieger, das Kind. Dazwischen immer wieder Dehnübungen für die Beine, die Flanken, den Rücken.

„Yoga ist keine Selbstoptimierung, Yoga ist Selbstliebe“, sagt Nadine Gerhardt. Falls es jemanden zu anstrengend wird, solle die Übung unterbrochen werden.

Gerhardt hat eine Musikbox dabei. Zu Beginn plätschern Klavier- und Flötentöne. Als die Bewegungen schneller werden, schallt es kraftvoller. Gerhardt beschreibt die Positionen, sie korrigiert die Teilnehmer, wenn sie falsche Haltungen einnehmen.

„Es gibt in diesem Jahr einen richtigen Trend zum Outdoor-Yoga“, sagt sie. Zahlreiche Kollegen würden ebenfalls Kurse im Freien anbieten. Das Angebot führe nicht zwangsläufig zu mehr Konkurrenz unter den Yogalehrern. In einer Stadt wie Frankfurt, die durch die Einpendler an jedem Werktag auf mehr aus als eine Million Menschen anwachse, gebe es genug Menschen, die an den Kursen teilnehmen wollten.   25 Menschen machten im Durchschnitt beim Outdoor-Yoga mit, sagt sie. An Feiertagen seien es mehr. Zuletzt seien 80 Teilnehmer im Holzhausenpark zum Trainieren gekommen. „Da hatte ich ein Mikrofon und einen Lautsprecher dabei, sonst hätte meine Stimme versagt“, sagt sie. Das frühe Aufstehen macht der Teilnehmerin Monica nichts aus. Das sei „ein guter Start in den Tag“, danach fahre sie ins Büro. Auch Sulashree ist zufrieden: „Ich würde wiederkommen.“

Dann rollen die zwölf Frühsportler ihre Matten wieder zusammen. Der Kurs kostet nichts, aber Nadine Gerhardt bittet um Spenden. Ein Glasbehälter füllt sich mit Fünf-Euro-Scheinen.

Neben dem Outdoor-Yoga hat Gerhardt noch einen weiteren Trend ausgemacht. „Es kommen immer mehr Männer in die Kurse“, sagt sie.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Ferien zu Hause

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