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Wohnungsmarkt Frankfurt Nur noch günstig bauen

Frankfurter Initiativen fordern eine andere Wohnungspolitik. Die öffentlichen Wohnunggesellschaften sollen nur noch Sozialwohnungen bauen.

Das Bild ist schon älter. Die Aussage auf dem Protestplakat würden aber noch heute viele unterschreiben. Foto: Andreas Arnold

Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding, die zum größten Teil dem Land Hessen gehörende Nassauische Heimstätte und die zum Helaba-Konzern zählende GWH sollten künftig nur noch öffentlich geförderte Wohnungen errichten. Darauf drängen Frankfurter Mieterinitiativen in einem gemeinsamen Forderungskatalog für eine andere Wohnungspolitik. Sie werben zudem dafür, Sozialbindungen im Wohnungsbau nicht länger zeitlich zu begrenzen.

Ziel müsse es sein, mindestens die Hälfte des Frankfurter Wohnungsbestands in öffentlichen oder gemeinnützigen Besitz zu bringen. Die Stadt habe dazu etwa durchzusetzen, dass in neuen Baugebieten jeweils zu 50 Prozent geförderter Wohnraum entsteht. Schon jetzt fehlten schließlich mehr als 110 000 bezahlbare Wohnungen in der Stadt.

Bauen, bauen, bauen reiche nicht, heißt es in dem Forderungskatalog, den die Aktionsgemeinschaft Westend, die Initiativen „Eine Stadt für alle“, „Grüne Lunge am Günthersburgpark“ und „Zukunft Bockenheim“, der Verein Mieter helfen Mietern, die Nachbarschaftsinitiative NBO sowie die Mieterinitiativen Ginnheim Housing und Nassauische Heimstätte unterzeichnet haben.

Auch bei der Nachverdichtung von Siedlungen etwa entstehe vor allem Wohnraum für eine kleine zahlungskräftige Oberschicht. „Für alle anderen bedeutet diese Bautätigkeit, dass Grünflächen und Kleingärten überbaut werden, die Lärmbelastung erhöht wird und über Mieterhöhung die Verdrängung zunimmt“, heißt es.

Gegen Leerstand vorgehen

Die Initiativen machen sich zudem dafür stark, Wohnraumzweckentfremdung und spekulativen Leerstand sofort verbieten zu lassen, keine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen mehr zu erlauben und einen besseren Schutz von Mietern vor Kündigungen.

Die Linke im Römer lobt die Forderungen der Initiativen sehr. Besonders im Bereich des sozialen Wohnungsbaus müsse die Stadt dringend Lösungen finden. Sie sollte die Forderungen der Mieter daher endlich ernst nehmen, sagt ihr planungs- und wohnungspolitischer Sprecher Eyup Yilmaz.

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