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Wohnungsmarkt Frankfurt Maklerverband sieht Stagnation bei Mieten

Nach Einschätzung des Maklerverbandes steigen die Mieten in Frankfurt nicht länger an. Im städtischen Planungsdezernat beurteilt man die Situation auf dem Wohnungsmarkt anders.

Wohnen in Frankfurt
Nach Ansicht des Maklerverbandes zeigt der steigende Neubau von Wohnungen in Frankfurt Wirkung. (Symbolbild) Foto: Rolf Oeser

Die Mieten in Frankfurt steigen nach Zahlen des vom Immobilienverband Deutschland (IVD) herausgegebenen Wohnpreisspiegels 2016/2017 nicht länger an. Der Maklerverband geht für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert in Frankfurt von Neuvertragsmieten aus, die im Schnitt unverändert bei zehn Euro pro Quadratmeter liegen. Für Wohnungen mit gutem Wohnwert nannte der IVD Mitte vor einigen Wochen Mieten von unverändert 13 Euro pro Quadratmeter, Für Wohnungen mit sehr gutem Wohnwert ist von 14 statt bisher 15 Euro pro Quadratmeter die Rede.

Nach Ansicht des IVD zeigt der steigende Neubau von Wohnungen Wirkung. „Mehr Wohnungen entlasten die Märkte und sind der beste Schutz vor starken Mietanstiegen“, sagt IVD-Präsident Jürgen Michael Schick.

Die auch für Wohnungsbau zuständige Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) zeigt sich erfreut, dass die Mieten in Frankfurt nicht weiter gestiegen seien. „Das verdeutlicht, dass die vielfältigen Förderprogramme anfangen zu wirken.“ Seit 2014 habe das Land die Mittel für alle Bereiche der Wohnraumförderung schließlich massiv aufgestockt. Der Landesverband des Eigentümerverbands Haus und Grund zweifelt allerdings an der Wirksamkeit dieses Förderprogramms und weist auf die nach seiner Einschätzung immer noch deutlich zu geringen Fertigstellungszahlen von Wohnungen in Hessen hin.

Beim Frankfurter Planungsdezernat reagiert man sehr zurückhaltend auf die Zahlen des IVD. „Wir würden uns freuen, wenn die Mieten stagnieren oder sinken würden“, sagt Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD). „Das ist nach unserer Einschätzung aber leider nicht der Fall. Wir können keine Entwarnung geben.“ Daher sei es notwendig, weiterhin neues Wohnbauland auszuweisen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Wie hoch das Mietniveau ist, kann nur geschätzt werden. Anders als beim Verkauf von Wohnungen, bei dem die Verträge dem Gutachterausschuss vorgelegt werden, gehen die Einschätzungen also je nach Marktbeobachter und Methode stark auseinander. Während der IVD Maklereinschätzungen einholt, wertet etwa das Maklerhaus JLL Wohnungsangebote aus. Nach dessen Zahlen wurden Wohnungen in Frankfurt im ersten Halbjahr für im Mittel 13,70 Euro pro Quadratmeter angeboten. Das sei ein Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Portal Immowelt nennt Durchschnittsmieten von 12,90 Euro pro Quadratmeter.

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