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Wohnungen in Frankfurt Wohnungspreise extrem gestiegen

Teure Hochhausappartments im Europaviertel beeinflussen den Markt und lassen die Preise für neue Eigentumswohnungen steigen.

Europaviertel
Die Wohnungen in den Hochhäusern, die im Europaviertel entstanden, sind meist sehr teuer. Foto: Rolf Oeser

Die Preise für neue Eigentumswohnungen in Frankfurt steigen auch nach mehreren Rekordjahren in Folge weiterhin massiv an. Im ersten Halbjahr bezahlten Käufer nach einer Auswertung des Frankfurter Gutachterausschusses für Immobilienwerte für diese im Durchschnitt rund 5430 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Anstieg von etwa 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Diese krasse Steigerung führt der Gutachterausschuss, der alle Kaufverträge vorgelegt bekommt, vor allem auf die wachsende Zahl neuer Hochhauswohnungen im Europaviertel zurück. Dort ist derzeit etwa der „Grand Tower“ im Bau, ein Turm, der mit 172 Metern das höchste Wohnhochhaus Deutschlands sein wird. Solche Wohnungen in den neuen Hochhaustürmen wechselten nach Auswertung des Gutachterausschusses für im Durchschnitt fast 8000 Euro pro Quadratmeter den Besitzer.

Obwohl aus statistischen Gründen alle Kaufpreise von mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter herausgerechnet wurden, treibt das den Durchschnittswert für die Gesamtstadt kräftig in die Höhe. In den anderen Lagen seien die Preise für neue Eigentumswohnungen eher um zehn Prozent gestiegen, heißt es.

Allgemein aber haben die Neubaupreise in Frankfurt inzwischen noch vor Jahren kaum vorstellbare Höhen erreicht. Selbst im Riederwald und in Fechenheim sowie in den nördlichen Stadtteilen werden neue Wohnungen inzwischen erfolgreich im Durchschnitt für mehr als 5000 Euro pro Quadratmeter vermarktet. Kaufpreise von unter 4000 Euro pro Quadratmeter sind inzwischen sehr selten.

Preise für Bestandswohnungen steigen ebenfalls

Auch die Preise für Bestandswohnungen steigen nach Auswertung der Kaufverträge auf neue Höchststände. So wechseln Wohnungen der Baujahre 2000 und jünger inzwischen im Mittel für 5000 Euro pro Quadratmeter den Besitzer. Das ist ein Anstieg von 7,5 Prozent. Die Preise für andere Jahrgangsgruppen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um zehn bis 18 Prozent gestiegen.

Wer ein Eigenheim kaufen will, muss ebenfalls immer mehr Geld hinblättern. Selbst Reihenmittelhäuser der Baujahre vor 1950 kosten im Durchschnitt fast 300.000 Euro. Die riesige Nachfrage und das immer noch viel zu geringe Angebot lassen auch die Mieten weiter wachsen. Wohnungen werden nach Zahlen des Maklerhauses JLL in Frankfurt inzwischen im Mittel für 13,70 Euro pro Quadratmeter angeboten, Neubauten für 14,65 Euro.

Besonders kräftig steigen die Mieten in Heddernheim und Niederursel. Nach Zahlen von JLL haben sie dort im Mittel um 14,5 Prozent zugelegt – auf nun 12,25 Euro pro Quadratmeter.

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