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Wohnungen in Frankfurt Neues Leben in der Bürostadt

Die städtische ABG baut 165 Wohnungen an der Hahnstraße in Frankfurt. Die Preise sind moderat, in einem Dutzend Wohnungen sollen Studenten einziehen.

So soll der Wohnblock an der Hahnstraße in der Bürostadt aussehen. Foto: B&V-Braun Canton Architekten

Die Entwicklung der Bürostadt zu einem gemischten Viertel kommt langsam weiter voran. In Nähe der S-Bahn-Station Niederrad laufen bereits weithin sichtbar die Arbeiten an einem Gebäudekomplex, der Platz für 165 Wohnungen im Passivhausstandard bieten soll. Diese werden, wie es am Montagmittag bei der Grundsteinlegung hieß, Anfang 2018 bezogen werden können. Zwei Bürogebäude auf dem früher der Deka gehörenden Areal sind bereits abgerissen worden.

Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG investiert 55 Millionen Euro in das Projekt. Der Projektentwickler Max Baum und das Bauunternehmen Lupp realisieren es in ihrem Auftrag.

Von den Wohnungen sollen 63 verkauft werden, zu Preisen, die laut ABG-Geschäftsführer Frank Junker im Mittel bei 3600 Euro pro Quadratmeter liegen, was für Frankfurt inzwischen ein eher moderates Niveau ist. Die freifinanzierten Mietwohnungen sollen für 11,20 bis 11,50 Euro pro Quadratmeter zu haben sein. Geplant sind zudem 18 sogenannte Mittelstandswohnungen und 12 Wohnungen, in denen jeweils vier Studenten zusammenleben können. Im Erdgeschoss des Ensembles entsteht eine Einkaufszeile mit einem Supermarkt der Kette Edeka, einem Aldi-Discounter und einem „dm-Drogeriemarkt“.

Familiengerechte Wohnungen

Junker betonte, die ABG baue in der Bürostadt familiengerechte Wohnungen und nicht etwa Mikroapartments. Fast fertig seien die 134 Wohnungen, die sie am Lyoner Carrée hochzieht. Der Bauantrag für ein Projekt an der Lyoner Straße 54-56 mit 118 Wohnungen soll bald eingereicht werden. Weitere 262 Wohnungen werden nach ABG-Plänen an der Herriottstraße entstehen. Von den insgesamt fast 700 Wohnungen, die die Wohnungsgesellschaft im teils zu Niederrad, teils zu Schwanheim zählenden Viertel errichtet, werden laut Junker gut 30 Prozent gefördert sein.

Selbst nur 3000 Wohnungen in dem einst funktional und autogerecht entworfenen Areal zu bauen, galt noch vor kurzem als ambitioniertes Ziel. Inzwischen halten die Standortinitiative neues Niederrad und die Stadt auch 4000 Wohnungen für möglich. Viele Investoren stünden in den Startlöchern. Diese könnten aber nicht loslegen, solange der Bebauungsplan 872 für den westlichen Teil des Areals nicht beschlossen sei, kritisierte die Initiative jüngst. „Man hätte sich in der Rückschau etwas mehr Tempo wünschen können“, kommentierte OB Peter Feldmann (SPD) am Montag.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hat angekündigt, die Vorlage nach der Sommerpause in den Magistrat einzubringen. Dann könnte der Bebauungsplan, sofern die Stadtverordneten die Vorlage nicht mehrmals schieben, in diesem Jahr in Kraft treten.

Froh zeigte sich Feldmann, dass die Fraktionen inzwischen wetteiferten um Ideen für neue Baugebiete. Das zeige, dass die Stadt in Sachen Wohnungsbau auf dem richtigen Weg sei.

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