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Wohnungen in Frankfurt Gemeinsam Energie sparen

Wohnungsunternehmen rüsten Gebäude klimaschonend um und tauschen sich in einem Immonetzwerk seit eineinhalb Jahren über ihre Erfahrungen aus. Gemeinsam wollen sie 15.000 Megawattstunden Energie einsparen.

Indem sie Gebäude sanieren und deren Wärmeversorgung verbessern, wollen zehn Wohnungsunternehmen aus Frankfurt und der Region 15.000 Megawattstunden Energie einsparen und den Kohlendioxid-Ausstoß um 2700 Tonnen im Jahr reduzieren. Eineinhalb Jahre nach Gründung des bundesweiten ersten Effizienznetzwerks für die Wohnungswirtschaft haben die Unternehmen, denen zusammen rund 140.000 Wohnungen gehören, am Donnerstag beim Frankfurter Energieversorger Mainova, der das „Immonetzwerk“ initiiert hat, eine Zwischenbilanz gezogen und Projekte präsentiert.

Der Volks-Bau- und Sparverein Frankfurt, mit rund 7000 Mitgliedern und 4300 Wohnungen die zweitgrößte Wohnungsbaugenossenschaft Hessens, saniert seit Januar 84 Wohnungen in einem 210 Meter langen Block an der Spenerstraße im Dornbusch energetisch und setzt diesem 14 Wohnungen auf. Ziel ist es, wie Vorstandschef Ulrich Tokarski sagte, den Energiebedarf von 234 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr auf 60 Kilowattstunden zu senken.

Die Genossenschaft habe davon profitiert, sich in der Planungsphase mit anderen Wohnungsunternehmen auszutauschen und Energieberatung zu erhalten, sagte Tokarski. Deshalb habe man sich etwa entschieden, eine neue Heizzentrale mit Brennwerttechnik einzubauen statt ein externes Blockheizkraftwerk zu errichten. Das Dach des Gebäuderiegels stellt die Genossenschaft gegen Pachtzins Mainova für die Bestückung mit einer Photovoltaikanlage zur Verfügung. Die dort gewonnene Energie können die Bewohner der Häuser als „Mieterstrom“ nutzen.

Noch deutlich weiter geht die städtische ABG Frankfurt Holding. Nachdem die Wohnungsgesellschaft im Gutleut ein großes Aktiv-Stadthaus gebaut hat, das mehr Energie erzeugt als verbraucht, versucht sie nun auch bei Bestandsgebäuden diesen Standard zu erreichen. Geschäftsführer Frank Junker stellte ein Projekt an der Nebeniusstraße im Riederwald vor, wo eine aus den 50er Jahren stammende Bebauung saniert wird. Mit Hilfe von Photovoltaikanlagen und Erdwärme als Wärmequelle soll dieses einen Energieüberschuss erwirtschaften.

In Schwanheim will der Energiedienstleister der GWH-Gruppe, die Systeno GmbH, ein Quartier mit 70 Wohnungen von Gasheizung auf ein kaltes Nahwärmenetz umstellen, das Umgebungsluft, solare Einstrahlung und Erdreich als Wärmequelle nutzt. Dies soll dazu beitragen, den Primärenergiebedarf für die Gebäude zu halbieren.

Die Gesellschaft für Wohnen und Bauen Rüsselsheim setzt beim Bau von vier großen Parkdecks auf den Baustoff Holz. Gefertigt werden diese in Holzmodul-Bauweise. Fassaden und Dach werden begrünt.

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