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Wohnungen in Frankfurt ABG prüft 50 Prozent geförderten Wohnungsbau

Der städtische Wohnungskonzern will in den kommenden fünf Jahren 10.000 Wohnungen bauen. Oberbürgermeister Peter Feldmann wirbt für eine Verlängerung der Begrenzung der Mietanstiege.

Aktiv-Stadthaus
Das Aktiv-Stadthaus der ABG an der Speicherstraße im Gutleutviertel. Foto: Christoph Boeckheler

Der städtische Wohnungskonzern ABG prüft, ob er statt 40 auch 50 Prozent der neuen Wohnungen im geförderten Bereich errichten könnte. Das hat dessen Geschäftsführer Frank Junker am Mittwoch bei der Vorstellung der Bilanz für das Geschäftsjahr 2017 gesagt. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der Aufsichtsratsvorsitzende der ABG, hatte zuvor klargemacht, dass er für diese höhere Quote an sozialem Wohnungsbau und eine Verlängerung der Begrenzung der Mietanstiege auf höchstens fünf Prozent binnen fünf Jahren kämpfen werde. Bisher ist knapp ein Drittel der knapp 52.000 ABG-Wohnungen sozial gefördert. Feldmann gab das Ziel aus, diesen Anteil nach und nach zu erhöhen.

Die ABG will in den kommenden fünf Jahren rund 2,8 Milliarden Euro investieren, um 10.000 neue Wohnungen zu bauen. Junker betonte, die Gesellschaft habe sich bereits die nötigen Grundstücke gesichert und sei mit einer Eigenkapitalquote von 37,5 Prozent wirtschaftlich in der Lage, diese Investitionen zu stemmen.

Günstige Mieten auch im Neubau

Derzeit hat die ABG laut Junker 2333 Wohnungen im Bau. Das größte Projekt ist die Nachverdichtung der Ginnheimer Platensiedlung, die im Mai begonnen hat. Dort sollen durch Neubau und Aufstockung von Siedlungshäusern in den nächsten Jahren etwa 680 Wohnungen entstehen, von denen die Hälfte öffentlich gefördert wird. Jeweils 250 Wohnungen errichtet die ABG auf dem früheren VGF-Areal in Höchst und am Güterplatz im Gallus. Am Riedberg sind 212, in der früheren Bürostadt Niederrad 118 Wohnungen in Bau.

Vom 2019 an will die ABG im 17,2 Hektar großen Baugebiet Hilgenfeld, nördlich des Frankfurter Bergs, 850 Wohnungen errichten. Mittelfristig soll am Römerhof südlich des Rebstocksparks ein neues Stadtquartier mit 2200 Wohnungen entstehen.

Anders als private Investoren, die fast nur noch teure Eigentumswohnungen errichteten, baue die ABG zum größten Teil Mietwohnungen, sagte Junker. Im stadtweiten Schnitt zahlten die Mieter der ABG Monatsmieten von 7,98 Euro pro Quadratmeter – deutlich weniger als der Durchschnitt der Frankfurter Mieter.

Auch im Neubau versuche die ABG, günstige Mieten zu ermöglichen. So seien in Oberrad 46 Wohnungen für eine Nettokaltmiete von zehn Euro pro Quadratmeter entstanden. Ein Nachfolgeprojekt mit 140 bis 160 Wohnungen in einem anderen Stadtteil sei geplant. Wegen der Steigerung der Baukosten werde man diese aber eher für 10,50 bis elf Euro pro Quadratmeter vermieten müssen, hieß es.

Das vorige Jahr hat die ABG mit einem Überschuss von 94,3 Millionen Euro abgeschlossen. In diesen fließt ein buchhalterischer Einmaleffekt in Höhe von 29,7 Millionen Euro ein. Für das laufende Jahr rechnet die ABG sogar mit einem Plus von 120,8 Millionen Euro. Auch dieses Ergebnis sei jedoch von einem Einmaleffekt geprägt, sagte Junker – die ABG habe die Immobilie Bockenheimer Landstraße 38 im Westend verkauft.

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