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Wohnen in Rhein-Main Pendeln kann sich lohnen

Eine Studie hat untersucht, ob es sich für Frankfurter rechnet, im Umland eine Immobilie oder Grundstück zu kaufen. Am ehesten lohnt sich das Pendeln demnach von Offenbach und von Bad Vilbel aus.

Frankfurt
S-Bahn-Verkehr in Frankfurt. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold

Auch für Menschen, die in Frankfurt arbeiten, kann es sich trotz der überall gestiegenen Preise finanziell lohnen, eine Wohnung oder ein Haus im Umland zu kaufen und in die Stadt zu pendeln. Das geht aus einer Modellrechnung hervor, die das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut für die Postbank erstellt hat.

Am günstigsten ist es nach dieser Kalkulation, die außer den Kaufpreisen samt Grunderwerbssteuer die Kosten für die Fahrt mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit und die Zeit, die das Pendeln kostet, einberechnet, Wohnraum in Offenbach zu erwerben. Auch dort sind die Preise zwar zuletzt stark gestiegen. Mit 2571 Euro pro Quadratmeter liegt der Durchschnittswert jedoch immer noch sehr deutlich unter dem für Frankfurt von zuletzt 4501 Euro. Zudem kostet das Pendeln zur Arbeit im Vergleich nur wenig Zeit.

Rechnerisch könnte, wer in Offenbach kauft, nach den Ergebnissen der Studie mehr als 47 Jahre mit der S-Bahn nach Frankfurt pendeln, und hätte trotzdem im Vergleich zum Kauf einer Wohnung in Frankfurt noch Geld gespart. Nimmt er oder sie das Auto, wäre der Vorteil nach knapp 23 Jahren hin.

Autofahren deutlich teurer

Sehr günstig ist das Verhältnis von Kaufpreis, Fahrtkosten und Fahrtzeit der Kalkulation nach auch in Bad Vilbel, wo sich das Pendeln per ÖPNV 37 Jahre lang rechnen würde. Jeweils mehr als 20 Jahre von Vorteil wäre es auch in Rüsselsheim, Hanau, Hofheim oder Friedberg eine Wohnung zu kaufen und trotzdem in Frankfurt zu arbeiten.

Noch etwas weniger lohnt sich das der Studie nach in Dietzenbach, Bad Homburg, Gelnhausen, Rodgau und Groß-Gerau. In Groß-Gerau zum Beispiel kostet eine Wohnung zwar noch weniger als in Offenbach. Dafür sind Pendler aber auch deutlich länger unterwegs.

Für alle untersuchten Städte ergibt sich der Studie nach ein klarer finanzieller Vorteil für das Pendeln mit Bus und Bahn. Am größten ist der Unterschied zum Fahren mit dem Auto in Offenbach, am kleinsten in Rodgau und Bad Homburg.

Letztlich müsse die Frage, ob sich das Pendeln lohnt, aber im Einzelfall betrachtet werden, schränkt Volker Schrödel, bei der Postbank Immobilien GmbH zuständig für das Filialgebiet Frankfurt, ein. Die Antwort hänge natürlich davon ab, wo genau im Umland das Eigenheim ist, wie die Anbindung ist und wo genau die Arbeitsstelle liegt. Zu berücksichtigen sei auch, ob es die Möglichkeit gebe, einzelne Tage von zu Hause zu arbeiten und wie die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder am Wohnort sind, heißt es.

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