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Wohnen in Frankfurt Wohnungen entstehen im Gallus über Supermarkt

Der Discounter Lidl will im Frankfurter Gallus 110 Wohnungen in Kooperation mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG bauen. Der Wohnraum wird teils direkt über dem Supermarkt liegen.

Wohnen in Frankfurt
So soll das Konzept der Wohnungen mit integriertem Lidl-Markt im Gallusviertel aussehen. Foto: Lidl

Der Lidl-Supermarkt auf der Mainzer Landstraße im Frankfurter Gallusviertel nimmt viel Platz ein: Parkplätze, eingeschossig gebaut und freistehend. Der alte Supermarkt soll bald abgerissen und durch zwei mehrstöckige Gebäude ersetzt werden. Dadurch werden 110 Wohnungen geschaffen. Der Discounter kooperiert dabei mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding.

Auf dem Grundstück von Lidl soll somit Wohnraum entstehen, der zum Teil direkt über einem neuen Supermarkt liegt. Die restlichen Wohnungen kommen in ein Gebäude nebenan. Die Größe wird laut Lidl von Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen reichen. Außerdem bekommt die Fläche eine Tiefgarage und durch bepflanzte Dächer einen höheren Grünflächenanteil als zuvor.

Die geplanten 70 Wohnungen im Gebäude ohne Filiale erhält die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding. „Wir wollen keine teuren Eigentumswohnungen, sondern bezahlbare Mietwohnungen schaffen“, sagt deren Geschäftsführer Frank Junker. Mitte 2019 solle mit dem Bau begonnen werden. Junker rechnet dann mit einer Bauphase von 18 bis 24 Monaten.

Er lobt die Kooperation mit Lidl und spricht von einer Win-win-Situation. Für eine erneute Zusammenarbeit mit dem Discounter an weiteren Standorten oder mit anderen Supermarkt-Ketten stehe er offen. „Wir suchen immer nach geeigneten Flächen.“ Dass Discounter Wohnungen bauen, gibt es bereits an anderer Stelle: In Berlin hat Aldi angekündigt, seine Filialen mit Wohnraum zu ergänzen.

Discounter behält 40 Wohnungen

An einem Standort wie dem in der Nähe der Galluswarte habe sich insbesondere Wohnraum angeboten, sagt Stephan Luxem, Immobilienleiter des Lidl-Immobilienbüros Rhein-Main. Die 40 Wohnungen, die direkt über dem Supermarkt entstehen, behält der Discounter. Ob Lidl selbst als Vermieter auftreten wird und wie viel die Mieter bezahlen müssten, könne er noch nicht sagen. Derzeit sei man in der Planungsphase.

Sein Büro sucht auch nach weiteren Möglichkeiten für Umgestaltungen von Lidl-Filialen, etwa in Frankfurt, Mainz oder Wiesbaden. „An anderen Standorten könnte sich anbieten, Kindertagesstätten oder Studentenwohnungen zu integrieren“, sagt Luxem.

An zwei Stellen in Frankfurt will Lidl seine Filialen neu gestalten, in ganz unterschiedlicher Form. Auf der Baustelle der ersten Lidl-Metropolfiliale Deutschlands im Lyoner Quartier stellte das Unternehmen die Neukonzeptionen vor.

Die neue Filiale in Niederrad soll sich besser an den dichtbesiedelten städtischen Raum anpassen. Zum Spatenstich am Mittwochnachmittag war auch Oberbürgermeister Peter Feldmann zu Besuch. „Der Vorteil bei den Projekten ist, dass auf bereits versiegelten Flächen gebaut wird“, sagt er.

Die Dächer der neuen Filiale in Niederrad werden ebenfalls begrünt. Außerdem soll die Filiale mit weniger Platz auskommen. Dirk Brunner, Immobilienleiter der Lidl-Regionalgesellschaft Alzenau betont die nachhaltige Bauweise. Eine Photovoltaikanlage soll entstehen sowie eine Ladestation für Elektrofahrzeuge. Wohnungen sind jedoch nicht geplant. „Das ist für uns ein Leuchtturm-Projekt“, sagt Brunner.

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