Lade Inhalte...

Wohnen in Frankfurt Schäfer-Gümbel verteidigt Stadtteil-Pläne

Der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel hält neue Wohnflächen zwischen Frankfurt und dem Vordertaunus für nötig. Das Vorgehen der Stadt nennt er minimalinvasiv.

Auf Sommertour mit Schäfer-Gümbel (SPD)
SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel macht sich ein Bild vom Wohnen in Frankfurt. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

In der Debatte über die Pläne für einen Stadtteil nordwestlich der Frankfurter Bebauung hat der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel das Vorgehen der Stadt Frankfurt gegen Kritik verteidigt. Er verstehe, dass das Vorhaben, auf Äckern beidseits der Autobahn 5 etwa 8000 bis 12.000 Wohnungen zu bauen, in Steinbach nicht nur auf Freude stoße, sagte der Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl im Oktober am Mittwoch unweit der Steinbacher Hochhäuser. Doch auch im Vordertaunus müsse man sich die Frage stellen, wo noch bezahlbarer Wohnraum entstehen kann.

Es sei richtig, die betroffenen Nachbarkommunen, wie das der Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) tue, in die Planungen einzubeziehen, sagte Schäfer-Gümbel auf einer Station seiner Sommertour. Klar sei aber, dass schon angesichts der nach Prognosen noch steigenden Zahl an Menschen in der Region Wohnbauland entstehen müsse.

Ob die Bebauung nur des Teils östlich der A5 ausreiche, würden die Planungen aufzeigen, sagte er. Dass die Frankfurter auf „ihrer Seite“ der Trasse bleiben sollten, ließ Schäfer-Gümbel aber nicht gelten. Schließlich seien auch die Felder nahe Steinbach und Oberursel auf Frankfurter Gemarkung, sagte er.

Natürlich gebe es bei einem solchen Eingriff in die Landschaft, bei der Bebauung landwirtschaftlich genutzter Flächen einen Zielkonflikt, sagte der SPD-Chef. Sein Eindruck aber sei, dass die Stadt Frankfurt versuche, „minimalinvasiv“ vorzugehen.

Markus Gwechenberger vom Frankfurter Planungsdezernat hatte zuvor versichert, dass die Erkenntnisse der Stadtklimaforschung schon bei den laufenden Untersuchungen für eine Bebauung des Areal eine große Rolle spielten.

Auch in der Frage des nötigen Mindestabstands, in dem neue Wohnhäuser zu den durch das Gebiet führenden Hochspannungsleitungen entstehen dürfen, stützte Schäfer-Gümbel die Position des Frankfurter Planungsdezernenten. Wie dieser hält er es für sinnvoll, ein Gutachten erstellen zu lassen, wie groß der Abstand in dem Areal sein müsste. Die Landesregierung hält dagegen einen pauschalen Mindestabstand von 400 Metern für nötig.

Scharf kritisierte Schäfer-Gümbel den von der CDU im Vordertaunus um den Landtagsabgeordneten Jürgen Banzer geplanten Sternmarsch gegen die Frankfurter Pläne. Statt bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, organisierten Teile der Koalition noch den Widerstand gegen diesen.

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen