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Wohnen in Frankfurt Reich sein hilft beim Hauskauf

Wer in Frankfurt eine Wohnung oder ein Haus kauft, verdient meistens überdurchschnittlich gut. Das zeigt eine Studie zu Immobilienkäufern. 42 Prozent erwerben Immobilien als Kapitalanlage.

Wohnen in Frankfurt
Hoch und teuer: der Wohnturm Grand Tower im Gallus. Foto: Christoph Boeckheler

Wer in Frankfurt eine Wohnung oder ein Haus kauft, um selbst darin zu leben, ist im Schnitt fast 38 Jahre alt, in der Regel verheiratet, hat meistens ein Kind und verdient mit 5870 Euro monatlichem Haushaltseinkommen stark überdurchschnittlich. Das legt der Vermittler von Baufinanzierungen Hüttig & Rompf in einem jetzt erschienen Marktreport zur Immobilienfinanzierung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet nahe. Dafür hat er Finanzierungen im Zeitraum vom 1. April 2017 bis zum 31. März dieses Jahres ausgewertet. 

Angesichts der seit Jahren stark steigenden Immobilienpreise in Frankfurt braucht ein Käufer auch ein erhebliches Einkommen, um eine Wohnung oder ein Häuschen in der Stadt finanziert zu bekommen. Nach Zahlen von Hüttig & Rompf kosten ihn oder sie die eigenen vier Wände im Schnitt 519 000 Euro. Für den Kauf der im Schnitt 100 Quadratmeter großen Immobilien bringt der typische Selbstnutzer mehr als 150 000 Euro Eigenkapital mit und zahlt im Monat 1522 Euro für Zins und Tilgung. Das sind 26 Prozent des monatlichen Haushaltseinkommens. 32 Prozent der Eigennutzer haben keine deutsche Staatsangehörigkeit. 

Wer im Frankfurter Umland eine Immobilie kauft, um selbst in dieser zu wohnen, erhält dem Bericht nach noch deutlich mehr Fläche für sein Geld. Nach Zahlen des Kreditvermittlers legt der typische Eigennutzer dort im Schnitt 348 200 Euro für eine Immobilie hin, die 137 Quadratmeter misst. Wechseln in Frankfurt zu 77 Prozent Wohnungen die Besitzer, werden im Umland etwas mehr Einfamilienhäuser als Wohnungen gekauft. 

Die im Vergleich deutlich niedrigeren Preise ermöglichen es offenbar auch Menschen mit einem etwas geringeren verfügbaren Haushaltseinkommen, sich eine Immobilie zu finanzieren. Bei Hüttig & Rompf spricht man von einem Schnitt, der mit 4310 Euro im Monat mehr als 1500 Euro unter dem liegt, was die Käufer von Frankfurter Immobilien im Mittel verdienen. Eine deutlich größere Rolle als im Umland spielen in Frankfurt Kapitalanleger. Nur 58 Prozent der Käufer wollen die Wohnung oder das Haus, das sie erwerben, auch selbst bewohnen. 42 Prozent hoffen dagegen auf gute Mieteinnahmen und Wertzuwachs. 

Wer eine Immobilie in Frankfurt derzeit als Kapitalanlage erwirbt, hat nach Zahlen von Hüttig & Rompf im Schnitt 8100 Euro im Monat zur Verfügung. Er oder sie erwirbt meist deutlich kleinere Wohneinheiten als Selbstnutzer. Im Schnitt kaufen Kapitalanleger in Frankfurt Wohnungen mit einer Größe von nur 61 Quadratmetern und zahlen im Schnitt 365 500 Euro. 

Ausländische Käufer spielen nach Beobachtungen der Kreditvermittler von Hüttig & Rompf unter den Kapitalanlegern in Frankfurt noch keine riesige Rolle. Dort spricht man von einem Anteil, der mit 17 Prozent deutlich unter dem bei den Selbstnutzern liegt. Allerdings fließen nur Daten von Käufern ein, die der Kreditvermittler auch berät. 

Im Frankfurter Umland machen ausländische Staatsbürger nach Zahlen des Unternehmens bisher sogar nur elf Prozent der Kapitalanleger aus. Internationale Käufer investierten aufgrund des angebotenen Arbeitsumfelds und der Renditeerwartungen wesentlich lieber in deutschen Großstädten, heißt es zur Erklärung. 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Wohnen in Frankfurt

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