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Wohnen in Frankfurt Protest gegen Verdrängung

Das neue Bündnis „Mietenwahnsinn Hessen“ will in Frankfurt kurz vor der Landtagswahl für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gehen.

Immobilienmarkt in Franfurt
Wohnen wird in Frankfurt immer teurer. Foto: afp

Das neue Bündnis „Mietenwahnsinn Hessen“   will am 20. Oktober, also kurz vor der Landtagswahl am 28. Oktober, in Frankfurt für bezahlbaren Wohnraum und gegen Spekulation und Verdrängung auf die Straße gehen. Ihm gehören Mietervereine und -Initiativen, stadtpolitische Initiativen, Gewerkschaften, Sozialverbände und Hochschulgruppen an. 

„Ein radikaler Kurswechsel in der Wohnungspolitik ist überfällig“, heißt es im Aufruf zur Demonstration, die von 13 Uhr an vom Hauptbahnhof aus durch die Stadt führen soll. Das Bündnis fordert unter anderem deutlich mehr sozialen Wohnungsbau und einen besseren Schutz von Mietern vor Verdrängung. „Wohnraumzweckentfremdung und spekulativer Wohnraumleerstand müssen sofort unterbunden werden“, heißt es. Milieuschutzsatzungen müssten erlassen und konsequent umgesetzt werden. 

Geht es nach den Unterstützern des Bündnisses, dürfen zudem die Kosten einer energetischen Sanierung nur noch so umgelegt werden, dass die Warmmiete nicht steigt. Zudem sollen hessenweit kommunale Fachstellen eingerichtet werden, um Zwangsräumungen zu verhindern, und die Kommunen sollen künftig die tatsächlichen Mietkosten von Haushalten im Sozialhilfebezug übernehmen. 

Für neue Gemeinnützigkeit

Die Gruppen fordern zudem einen diskriminierungsfreien Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, eine Bodenvergabe nach sozialen Kriterien, die Wiedereinführung der Wohnungsgemeinnützigkeit und die Stärkung von Nachbarschaften. 

Dem Bündnis gegen „Mietenwahnsinn“ gehören unter anderem die Asten der Uni Frankfurt, der Hochschule Darmstadt und der Evangelischen Hochschule Darmstadt, der DGB Hessen-Thüringen, die Diakonie Hessen, der DMB-Mieterschutzverein Frankfurt und der Verein „Mieter helfen Mietern“, die Gruppe „Eine Stadt für alle! Wem gehört die ABG?“, die Nachbarschaftinitiative Nordend-Bornheim-Ostend und der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen an. 

Mehr zum Bündnis im Internet unter www.mietenwahnsinn-hessen.de

 

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