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Wohnen in Frankfurt Mehr Wohnungen am Güterplatz

Auf dem früheren Bosch-Areal im Frankfurter Gallus beginnen nach Ostern die Bauarbeiten. Der Tower 90 heißt nun „Eden“ und bietet mehr Wohnungen - allerdings wohl nicht zum Schnäppchenpreis.

Gallus
So soll das Hochhaus „Eden“ einmal aussehen. Links ist der Grand Tower zu sehen, vorne die Blockrandbebauung der ABG. Foto: GSP Städtebau

Auf dem seit vielen Jahren brachliegenden früheren Bosch-Areal an der Mainzer Landstraße im Gallus werden mehr Wohnungen entstehen als zunächst geplant. Das Hochhaus, das der Berliner Investor GSP Städtebau im Nordwesten des 13 700 Hektar großen Geländes errichten will, soll mit 98 Metern etwas höher werden als zunächst vorgesehen und statt für etwa 200 nun Platz für 263 Eigentumswohnungen bieten.

Offenbar setzt der Bauherr, der in unmittelbarer Nähe des künftigen Hochhauses gerade weithin sichtbar den „Grand Tower“ hochzieht, inzwischen auf kleinere Einheiten. Außer drei Penthouses entstehen, wie GSP am Dienstag mitteilte, in dem inzwischen als „Eden“ vermarkteten Turm hauptsächlich Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen.

 Zu welchen Preisen die Wohnungen in dem umgetauften Turm angeboten werden, sagt der Investor noch nicht. Alles spricht allerdings dafür, dass die Einheiten in dem von den Architekten Magnus Kaminiarz (Frankfurt) und Helmut Jahn (Chicago) entworfenen Hochhaus mit seiner begrünten Fassade nicht eben zu Schnäppchenpreisen angeboten werden. Alle Räume haben bodentiefe Panoramafenster. Die Bewohner des 27-geschossigen Hochhauses werden ein privates Fitnessstudio nutzen können. Rund um die Uhr ist ein Concierge in der Lobby.

Bisher liegt nur die Baugenehmigung für eine zweigeschossige Tiefgarage mit etwa 420 Stellplätzen vor. Dort sollen nicht nur die Bewohner des Eden, sondern auch die Gäste des NH-Hotels, das Platz im 128 Meter hohen „Spin Tower“ im Südosten des Areals finden soll, und die Kunden eines neuen Supermarkts sowie die Mieter ihre Autos abstellen können, die in den geplanten Gebäudekomplex der ABG Frankfurt Holding ziehen.

Kein sozialer Wohnungsbau

Der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft, Frank Junker, ging am Dienstag auf Anfrage der FR davon aus, dass die ersten Tiefbauarbeiten nach Ostern beginnen und der Hochbau in diesem Jahr starten kann. Die ABG plant eine siebengeschossige Blockrandbebauung, die sich vom „Spin Tower“ mit seinem Hotel und Büros entlang der Mainzer Landstraße, an einem Stichweg entlang, bis zum „Eden“ erstrecken wird. Spätestens 2021 muss der Komplex stehen. Sonst könne der Bau der U-Bahn-Linie, die durch das Gebiet führt, nicht rechtzeitig beendet werden, sagte Junker.

270 Mietwohnungen im Passivhausstandard entstehen, die laut Junker für etwa 13 Euro pro Quadratmeter vermietet werden sollen. Nur etwas mehr als 20 geförderte Wohnungen wird es geben. Die Stadt fördert sie aus ihrem Mittelstandsprogramm. Dass keine Sozialwohnungen nach dem ersten Förderweg entstehen, hatten Junker und der damalige Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) Ende 2015 mit dem hohen Kaufpreis, der für das Grundstück geflossen sei, begründet.

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