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Wohnen in Frankfurt Leben und lernen am Römerhof

Das Frankfurter Stadtparlament bringt ein großes neues Viertel südlich des Rebstockparks auf den Weg. 2000 neue Wohnungen könnten entstehen. Der Omnibus-Betriebshof zieht um

Die Frankfurter Stadtverordneten haben am Donnerstagabend ohne Aussprache die Entwicklung eines großen Wohngebiets am Römerhof auf den Weg gebracht. In dem 29 Hektar großen zu Bockenheim zählenden Areal westlich des Europaviertels, das bisher gewerblich und für Sport genutzt wird, könnten etwa 2000 Wohnungen entstehen. Von diesen sollen nach einem Kompromiss zwischen den Koalitionspartnern CDU, SPD und Grünen 30 Prozent gefördert werden, wo die städtische Wohnungsgesellschaft ABG baut, sogar 40 Prozent. Die ABG wird den allergrößten Teil des Areals bebauen. Im Gebiet südlich des Rebstockparks sollen zudem ein festes Gebäude für das bisher in Containern untergebrachte Gymnasium Römerhof, eine Grundschule und mehrere Kitas entstehen. Die U5 soll perspektivisch verlängert werden.

Die ABG will unter anderem das Gelände des bisherigen Omnibus-Betriebshofs der städtischen Verkehrsgesellschaft bebauen. Ursprünglich war geplant, ihn auf Kosten der ABG an die Gaugrafenstraße in Rödelheim zu verlagern. Nun hat man, wie ABG-Geschäftsführer Frank Junker am Donnerstag im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau sagte, einen anderen Ersatzstandort für den Betriebshof gefunden. Wo dieser liegt, wollte er noch nicht sagen. Noch sei mit dem Eigentümer Stillschweigen vereinbart. Allein auf der bisherigen Betriebshof-Fläche könnten, wenn sechs- bis siebengeschossig gebaut wird, etwa 1000 Wohnungen entstehen, sagte Junker. Er rechnet mit einem Baubeginn im Jahr 2021.

Josef verspricht Urbanität

Zunächst muss Planungsrecht geschaffen werden. Der am Abend gefasste Aufstellungsbeschluss ist erst der Beginn dieses Prozesses. Nun folgen etwa Untersuchungen zu natur- und umweltschutzrechtlichen Belangen, der Verkehrssituation, zur Lärmbelastung und den Starkstromtrassen im Areal. Parallel wird der städtebauliche Entwurf vorbereitet. Dieser wird zum Teil auf Ergebnissen eines Workshops des Planungsdezernats mit dem Deutschen Institut für Stadtbaukunst fußen. Ziel sei eine städtebauliche Dichte mit großzügigen Straßenräumen, die Urbanität und städtisches Leben schafften, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) kürzlich. Für einzelne Bauabschnitte will die Stadt architektonische Wettbewerbe ausloben.

Die Öffentlichkeit wird unter anderem durch die Ortsbeiräte über die Pläne informiert und an diesen beteiligt. Der Bebauungsplan könnte in einem Jahr in die Offenlage gehen und in etwa zwei Jahren beschlossen werden.

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