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Wohnen in Frankfurt Hohe Mieten als Gefahr für Wachstum

Die Mieten und Wohnungspreise in Frankfurt und dem Vordertaunus ziehen weiter an. Die Industrie- und Handelskammer sieht darin inzwischen ein Problem für Unternehmen.

Wohnungen in der Frankfurter Nordweststadt
Sehr teure Mietwohnungen gibt es in Frankfurt bereits genug, bezahlbarer attraktiver Wohnraum dagegen ist Mangelware. Foto: Oliver Weiner

Die steigenden Mieten in Frankfurt, dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis werden nach Einschätzung der Frankfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) zu einem größeren Problem für Unternehmen, die Beschäftigte suchen. „Wenn den dringend benötigten Fachkräften nicht ausreichend finanzierbarer Wohnraum geboten werden kann, gefährdet dies letztendlich das Wachstum in Frankfurt am Main und den umliegenden Landkreisen“, sagt IHK-Präsident Mathias Müller.

Müller fordert, nicht zum ersten Mal, „eine stärkere regionale Kooperation bei der Bebauung der durchaus vorhandenen Flächen“. Helmut Christmann, Vorstandschef der Frankfurter Immobilienbörse, nennt es eine der dringendsten Herausforderungen, Bebauungspläne für mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser aufzustellen.

Wie aus dem von der IHK vorgelegten Bericht der Immobilienbörse hervorgeht, sind allerdings zuletzt bereits mehr Wohnungen fertiggestellt worden, ohne dass dies preisdämpfend gewirkt hätte. In Frankfurt etwa stieg die Zahl der Fertigstellungen im Jahr 2016 auf 3466. Auch im Hochtaunuskreis konnten mit 415 und im Main-Taunus-Kreis mit 651 mehr Wohnungen bezogen werden als in den Perioden davor. Was entsteht, ist aber im Schnitt sehr teuer. So liegen etwa die Mieten im neuen Frankfurter Europaviertel im Schwerpunkt bei 14 Euro pro Quadratmeter. Nur das Frankfurter Westend ist mit 15,50 Euro pro Quadratmeter im Schwerpunkt noch teurer.

Die angesichts der niedrigen Zinsen und der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland seit Jahren hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien als Renditeobjekt lässt aber auch im Vordertaunus die Preise und Mieten weiter steigen. Bis zu 13,50 Euro Miete pro Quadratmeter werden in Bad Homburg, Oberursel, Kronberg und Königstein (alle im Hochtaunuskreis), in Hofheim und Bad Soden (beide im Main-Taunus-Kreis) inzwischen verlangt.

Mit Abstand am günstigsten bleiben Wohnungen in Weilrod und Grävenwiesbach, also im am weitesten von Frankfurt entfernten Bereich der Hochtaunuskreises. Für diese Kommunen nennt der Bericht Mieten ab vier Euro pro Quadratmeter.

Noch stärker sind die Preise für Eigentumswohnungen gestiegen. Für bis zu 5500 Euro pro Quadratmeter würden diese inzwischen in Oberursel und Bad Soden verkauft, für 5100 Euro pro Quadratmeter in Bad Homburg, 5000 Euro pro Quadratmeter in Hofheim. Deutlich teurer sind allerdings Wohnungen in Frankfurt. Obwohl Wohnhäuser außen vor bleiben, nennt die Immobilienbörse Kaufpreise bis zu 8000 Euro pro Quadratmeter.

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