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Wohnen in Frankfurt Höchster Wohnturm Deutschlands wächst

Der Grand Tower am Einkaufszentrum Skyline Plaza wird sehr hoch, die 401 Wohnungen sehr teuer. Viele Käufer kommen aus dem Ausland.

Wohnen in Frankfurt
Der Grand Tower (vorne) am Güterplatz wird der höchste Wohnturm Deutschlands. Foto: Gsp Städtebau

Am Einkaufszentrum Skyline Plaza wächst ein Wohnturm in den Himmel, der nicht nur mit seiner Höhe selbst im an Hochhäusern nicht armen Frankfurt neue Maßstäbe setzen dürfte. Schon zum Jahresende soll der Rohbau stehen, der 172 Meter messen wird. Wenn der „Grand Tower“ 2019 fertig wird, ist er der höchste Wohnturm Deutschlands, löst das schon 1973 entstandene 147 Meter hohe Kölner Colonia-Haus ab. Das Hochhaus am Güterplatz dürfte aber auch eines der teuersten im Land werden.

Concierge inklusive

401 Eigentumswohnungen von der Zwei-Zimmer-Wohnung bis zum Penthouse sollen in dem 51 Geschosse zählenden Turm Platz finden. Knapp ein Jahr nach Vertriebsbeginn sind 328 bereits verkauft. Jürgen Blankenberg, Geschäftsführer der Berliner Projektentwicklers GSP Städtebau, nannte am Mittwoch bei einem Wohn-Dialog in der Frankfurter Sparkasse einen Durchschnittspreis von 8600 Euro pro Quadratmeter. Auf der Vermarktungs-Homepage für den Turm gibt Vertriebspartner Zabel eine Kaufpreisspanne an, die von 634 000 bis 8,36 Millionen Euro reicht. Für eine 119 große Vier-Zimmer-Wohnung in der 40. Etage mit zwei Badezimmern und zwei Balkonen sind zum Beispiel 1,24 Millionen Euro zu berappen. Für die Penthouses in den oberen fünf Stockwerken hatte GSP Städtebau schon vor einem Jahr Durchschnittswerte von 19 000 Euro pro Quadratmeter genannt.

Sozialwohnungen oder auch sogenannte Mittelstandswohnungen entstehen – anders als in neueren Projekte wie dem „Four“ auf dem früheren Deutsche-Bank-Areal am Roßmarkt oder dem Wohnturmprojekt an der Stiftstraße – nicht.

Wer in den Turm einzieht, wird sich auf 145 Metern Höhe auf einem „Sunset-Deck“ sonnen können, durch den Garten auf der Terrasse im siebten Stock flanieren oder sich auf der Aussichtsplattform die Skyline von oben anschauen. Concierge-, Facility-Service und andere Annehmlichkeiten gehören zum Angebot: „Wir sorgen dafür, dass Sie sich auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren können“, heißt es auf der Vertriebs-Homepage. Dass die Einrichtung der Beispielwohnungen und die Lobby, wie in einem von Blankenberg präsentierten Werbefilm zu sehen, an die von Luxushotels erinnert, ist kein Zufall. Das „Interior Design“ des Turms haben Hoteleinrichter entworfen.

In Dubai beworben

Die Zielgruppe ist international. Mit einer Roadshow hat man die Wohnungen im Grand Tower etwa in Dubai, Kuwait, Singapur und Kuala Lumpur beworben. Und das hat offenbar bereits Früchte getragen. GSP-Geschäftsführer Blankenberg berichtete am Mittwoch vor Immobilienexperten wie nebenbei von Kunden, die sich gleich fünf Wohnungen kauften. Eine für sich und je eine für ihre vier Frauen.

Als „Symbol einer modernen Stadt“ verkauft Blankenberg den Grand Tower. „Wir tun etwas für die Stadt Frankfurt“, sagte er. Das vom Frankfurter Büro Magnus Kaminiarz & Cie entworfene Hochhaus werde das Stadtbild prägen. Nach dem Architekturwettbewerb für den Turm hatte sich auch der damalige Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) angetan gezeigt. „Das neue Gebäude setzt mit seiner beeindruckenden Architektur ein Zeichen für das moderne Frankfurt“, ließ er sich damals zitieren.

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