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Wohnen in Frankfurt Erfolg gegen Mieter-Verdrängung

Der Betreiber mehrerer Boardinghäuser in Frankfurt versucht, einen Mieter aus seiner Wohnung zu verdrängen. Doch er scheitert vor Gericht.

Gerichtszentrum Frankfurt
Das Gerichtszentrum Frankfurt. Foto: Peter Jülich

Der Frankfurter Mieterschutzverein „Mieter helfen Mietern“ macht auf die zunehmende Umwandlung von Wohnhäusern in sogenannte Boardinghäuser aufmerksam, deren Wohnungen dann meist möbliert und teuer vermietet werden. In einem Fall, der jüngst das Amtsgericht Frankfurt beschäftigte, habe ein im Ausland lebender Betreiber mehrerer Boardinghäuser in Frankfurt und Wiesbaden versucht, einem Mieter, der seit 15 Jahren in einer Sachsenhäuser Zwei-Zimmer-Wohnung lebe, mit Verweis auf seinen Eigenbedarf zu kündigen, berichtet der Verein. 

Der Mieterverein zeigt sich erleichtert, dass das Amtsgericht die Kündigung für unwirksam erklärte, weil die Voraussetzungen für eine Eigenbedarfskündigung nicht vorlägen. Unter anderem habe der Betreiber vorgetragen, die Wohnung nur zeitweilig zu nutzen. „Wir begrüßen das Urteil, da das Amtsgericht noch einmal unmissverständlich dargelegt hat, dass ein Vermieter vernünftige Gründe haben muss, um Eigenbedarf geltend zu machen, und hoffen, dass es andere Mieter und Mieterinnen darin bestärkt, sich gegen Kündigungen der Mietwohnung zu wehren“, sagt Conny Petzold, Referentin bei „Mieter helfen Mietern“. 

Dreist erscheint, dass der Vermieter das Sachsenhäuser Boardinghaus nach Angaben des Vereins ohne Genehmigung betreibt. Eine Anfrage bei der Bauaufsicht habe ergeben, dass diese Immobilie und zwei weitere Häuser des Eigentümers im Gallus ausschließlich als Wohnhäuser genehmigt seien. 

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