Lade Inhalte...

Wohnen in Frankfurt Ein Quadratmeter Westend kostet 6000 Euro

Die Bodenpreise in Frankfurt steigen rasch - das zeigen die jüngsten Bodenrichtwerte. Wegen der hohen Grundstückspreise werden vor allem teure Mietwohnungen gebaut.

Wohnen in Frankfurt
Luxus-Wohnen im Westend: Das Onyx-Hochhaus. Foto: Peter Juelich

Die Grundstücke für Wohnungsbau in Frankfurt werden immer teurer. Das zeigen die jüngsten Bodenrichtwerte, die der Gutachterausschuss für Immobilienwerte ermittelt hat. In Spitzenlagen wie dem Westend wurden Bodenpreise von 6000 Euro pro Quadratmeter bei Luxusimmobilien festgestellt. 

Diese hohen Grundstückspreise schlagen auf die Wohnungen selbst durch. Es entstehen deshalb vor allem teure Mietwohnungen oder recht luxuriöse Eigentumswohnungen. Michael Debus, der Vorsitzende des Gutachterausschusses, hält fest: „In den letzten Jahren sind die Baulandpreise in Frankfurt stark gestiegen.“ Die höchsten Steigerungsraten von mehr als 30 Prozent pro Jahr zeigen sich demnach bei Wohnungsbaugrundstücken in der City und in Innenstadtnähe. 

Ein Baugrundstück für ein normales Mehrfamilienhaus kann danach bis zu 4330 Euro pro Quadratmeter kosten. Der niedrigste Preis, der festgestellt wurde, lag noch bei 405 Euro pro Quadratmeter. 

 Aber auch in einfachen Innenstadtlagen und in Randgebieten der Stadt ziehen die Bodenpreise an. Hier stellen die Fachleute eine Steigerungsrate von 15 Prozent pro Jahr fest. 

Debus: Anstieg hält wohl an

Debus erwartet, dass dieser Anstieg auch im aktuellen Jahr anhält. Solange immer mehr Menschen nach Frankfurt strömten und die Stadt weiter wachse, es aber nicht genug neues Bauland gebe, werde die Entwicklung weitergehen, heißt es bei den Fachleuten des Gutachterausschusses. „Die Verknappung des Bodens treibt die Preise.“ 

Auch bei Gewerbeimmobilien werden die Grundstücke immer teurer. Hier registrierten die Experten ein Wachstum der Preise von zehn Prozent im Jahr. Flächen für Gewerbeimmobilien kosten jetzt im Durchschnitt 230 Euro pro Quadratmeter. Insbesondere bei Bürogebäuden hat die Nachfrage in der Banken- und Dienstleistungsgroßstadt Frankfurt auch 2016/2017 weiter zugenommen. 

Nach den gesetzlichen Vorschriften erhält der Gutachterausschuss Kopien aller Kaufverträge, die in Frankfurt über Grund und Boden geschlossen werden. Alle zwei Jahre legen die Experten dann eine Auswertung vor, so wie jetzt. In die jüngsten Daten flossen 200 Kaufverträge über unbebaute Flächen ein, die in den Jahren 2016 und 2017 in Frankfurt abgeschlossen worden waren. Dabei gibt es auch Geschäfte über Grundstücke, die sich nicht als Bauland eignen, etwa über landwirtschaftliche Flächen. 

Die Fachleute teilen das gesamte Stadtgebiet in sogenannte Richtwertzonen ein. Entscheidend für die Einteilung sind unter anderem das Maß und die Art der Nutzung, beispielsweise die Bebauung mit Einfamilienhäusern, aber auch mit mehrgeschossigen Wohnblocks. Zuletzt hatte der Gutachterausschuss im Jahr 2016 Bodenrichtwerte veröffentlicht. 

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
  • Nutzungsbasierte Onlinewerbung
  • Mediadaten
  • Wir über uns
  • Impressum