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Studieren in Frankfurt Neues Wohnheim entsteht

Das Frankfurter Studentenwerk will an der Sport-Uni bauen. 300 Studierende sollen dort spätestens 2020 einziehen können

Auf einem gut 4000 Quadratmeter großen Grundstück auf dem Areal der Sport-Uni will das Frankfurter Studentenwerk vom kommenden Frühjahr an ein Studentenwohnheim mit 300 Plätzen errichten lassen. Wegen des riesigen Bedarfs an studentischem Wohnraum entstehen also 120 Zimmer mehr als zunächst geplant auf dem Areal an der Ginnheimer Landstraße, das zu Bockenheim gehört. Sie sollen, wie Studentenwerk-Geschäftsführer Konrad Zündorf am Freitag auf Anfrage sagte, in einem Gebäude, das fast die Hochhausgrenze erreicht, und einem Riegel Platz finden. Die Räume sollen für etwa 350 Euro im Monat vermietet werden.

Auf der anderen Seite der Ginnheimer Landstraße stehen bereits zwei große Studentenwohnheime. Diese bieten zusammen mehr als 730 Zimmer.

Zündorf rechnete am Freitag damit, dass der Bau im Frühjahr beginnt. Die Studierenden könnten vermutlich zum Sommersemester 2020, wenn alles gut läuft, vielleicht schon zum Wintersemester 2019/2020 einziehen. Die Kosten schätzt Zündorf auf 22 Millionen Euro. Finanzieren will das Studentenwerk das Projekt mit eigenem Geld, Darlehen, 2,5 Millionen Euro vom Land Hessen sowie Zuschüssen der Stadt.

Damit das Grundstück bebaut werden kann, muss das Stadtparlament allerdings noch der Herausnahme der Fläche aus dem geschützten Grüngürtel zustimmen. Zudem muss das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt das Grundstück aus dem Landschaftsschutzgebiet löschen. Das hat das RP der Magistratsvorlage nach aber in Aussicht gestellt.

61.000 Studierende   in Frankfurt

Die Untere Naturschutzbehörde befürwortet ausnahmsweise diese Herausnahme einer Fläche aus dem Grüngürtel. Diese sei derzeit eingezäunt, werde von der Goethe-Uni genutzt und sei damit für die Allgemeinheit unzugänglich, heißt es. Darüberhinaus werde eine Bebauung zur Herstellung eines öffentlich zugänglichen Platzes führen. Dieser bleibe Teil des Grüngürtels.

Die Bebauung des Grundstücks soll mit der Aufnahme einer 4,3 Hektar großen Fläche, die auf Preungesheimer Gemarkung südlich der Autobahn 661 liegt, kompensiert werden. Diese sei wegen der Streuobstbestände und weiterer alter Bäume von hoher ökologischer Wertigkeit.

Die Situation für Studierende, die in Frankfurt eine bezahlbare Unterkunft suchen, bleibt sehr bescheiden, obwohl Stadt, ABG und Studentenwerk im vergangenen Jahr vereinbart haben, bis 2020 mindestens 1000 neue Plätze zu schaffen. Denn noch hat sich das Angebot nicht verbessert. Etwa 4400 Wohnheimplätze stehen nach Zahlen Zündorfs zur Verfügung. Inzwischen sind aber mehr als 61 000 Studierende an staatlichen Hochschulen in Frankfurt eingeschrieben. Die Versorgungsquote liegt bei nur gut sieben Prozent.

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