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Stadtplanung Neuer Stadtteil wohl nur östlich der A5

Eigentlich hatte Frankfurt den neuen Stadtteil im Norden beidseits der Autobahn geplant. Doch das lässt sich wohl nur zum Teil verwirklichen.

Neuer Stadtteil
Frankfurt plant einen neuen Stadtteil im Norden der Kommune beidseits der Autobahn A5. Foto: Arne Dedert (dpa)

Die Pläne Frankfurts für einen neuen Stadtteil im Norden der Kommune beidseits der Autobahn A5 werden sich wahrscheinlich nur zu einem Teil verwirklichen lassen. Das zeichnet sich nach einer ersten Verhandlungsrunde ab, zu der am Donnerstag Planungsdezernent Mike Josef (SPD) mit Repräsentanten von CDU und SPD in der Regionalversammlung Südhessen zusammenkam.

Beide Seiten erklärten hinterher, es solle in den weiteren Gesprächen „mit zeitlicher Priorität um den Teil östlich der A5 gehen“. Wesentliche Stücke dieser Flächen, die zu Praunheim und der Nordweststadt gehören, sind bereits im Regionalen Flächennutzungsplan als Siedlungsstruktur ausgewiesen. Die Verhandlungen sollten „zügig fortgeführt werden“.

Josef gegenüber saßen der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Regionalversammlung, der Landtagsabgeordnete Jürgen Banzer, und SPD-Fraktionschef Harald Schindler. An dem Gespräch nahmen auch Verbandsdirektor Thomas Horn (CDU), der Erste Beigeordnete des Regionalverbandes, Rouven Kötter (SPD), sowie die Fraktionsgeschäftsführer von CDU und SPD in der Regionalversammlung teil.

Frankfurt braucht eine politische Mehrheit in der Regionalversammlung, um seine Pläne für einen neuen Stadtteil beidseits der A5 für bis zu 30 000 Menschen verwirklichen zu können. Die Regionalversammlung entscheidet über Aufstellung und Änderung des Regionalplanes. Der sieht im Bereich der Autobahn A5 derzeit noch Vorranggebiete für die Landwirtschaft, einen regionalen Grünzug und Vorbehaltsgebiete für besondere Klimafunktionen vor. Siedlungsflächen gibt es nur eingeschränkt.

Die Beteiligten erklärten nach der Verhandlungsrunde: „Wir sind uns einig, dass die Schaffung von Wohnraum im Kern des Ballungsraumes hohe Priorität hat.“ Die Stadt Frankfurt, die Regionalversammlung und der Regionalverband müssten das Wohnraumproblem „gemeinsam und zügig lösen“. Weiter hieß es: „Wohnraum muss unabhängig von Gemeindegrenzen entstehen.“ Dies könne nur gelingen, „wenn die Planungen abgestimmt erfolgen und mit einer Stimme für die Umsetzung geworben wird.“ 

Verbandsdirektor Horn sagte der FR, es sei „ein gutes Auftaktgespräch“ gewesen. „Ich würde noch nicht den Schluss ziehen, dass nur östlich der Autobahn A5 gebaut werden kann.“ Die möglichen Wohnungsbauflächen müssten jetzt in Ruhe „fachlich überprüft“ werden. Dabei gehe „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“. Planungsdezernent Josef sprach gegenüber der FR von einem „sehr konstruktiven und vertrauensvollen Gespräch“. Stadt und Region hätten erkannt, dass nur ein gemeinsamer Weg bei der Lösung des Wohnungsproblems helfen könne. Wann die Verhandlungen fortgesetzt werden, blieb offen.

Die Verwaltungen von Regierungspräsidium Darmstadt und Regionalverband erarbeiten derzeit gemeinsam mit dem Frankfurter Planungsbüro Albert Speer&Partner ein Regionales Entwicklungskonzept. Es soll die Grundlage für einen neuen Regionalen Flächennutzungsplan sein. In einem Jahr sollen die Regionalversammlung und die Verbandskammer darüber abstimmen.

Bis dahin muss klar sein, wie viel von seinen Vorstellungen Frankfurt in den neuen Flächennutzungsplan einbringen kann.

 

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