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Stadtentwicklung in Frankfurt Neue Frankfurter Altstadt ist bald fertig

Die Bauarbeiten an der neuen Frankfurter Altstadt gehen dem Ende entgegen. Die Bauzäune werden wohl Ende März verschwinden.

Frankfurter Altstadt
Schon im August waren die meisten Fassaden in der neuen Altstadt so gut wie fertig. Foto: Peter Jülich

Der Bau der neuen Frankfurter Altstadt zwischen Dom und Römer geht dem Ende zu. Die 15 Rekonstruktionen und die 20 Neubauten, die sich an den einst in der Altstadt stehenden Gebäuden orientieren, sind inzwischen mit einem Dach versehen. Die meisten Fassaden sind nach Angaben von Michael Guntersdorf, Geschäftsführer der mit dem Projekt betrauten Dom-Römer-Gesellschaft, fertig. Die Pflasterarbeiten in dem fußballfeldgroßen Quartier laufen. Der Stoltzebrunnen kehrt am Freitag auf den Hühnermarkt zurück. Von der Idee, den U-Bahn-Eingang am Kunstverein noch einzuhausen, ist man jedoch abgekommen. Das soll, wenn überhaupt, nach Ende der Arbeiten geschehen.

Als Nächstes werden die Mietverträge mit Einzelhändlern geschlossen, die sich in der Altstadt ansiedeln wollen. 22 Interessenten sind noch im Rennen. Geben könnte es etwa ein Blumengeschäft, einen Laden für Abendmode, zwei Juweliere, eine Drogerie, ein Reformhaus, einen Friseur, einen Hut- und einen „Frankfurt-Laden“.

Noch mehrere Monate aber werden Frankfurter und Besucher nur vom Dom, vom Kunstverein oder von der Braubachstraße aus auf die teils sehr aufwendig erstellten neuen alten Bauwerke wie die Goldene Waage schauen können. Die Bauzäune verschwinden erst Ende März.

Wenn dann die ersten Passanten durch die Gassen flanieren, auf dem wiederhergestellten Krönungsweg vom Dom zum Römer laufen, werden in den Häusern noch die Innenausbauten durchgeführt. Die Eröffnung der neuen Altstadt feiern will die Stadt in einem Jahr, wenn alle Arbeiten beendet sein dürften, die Wohnungen bezogen sind, die Läden und Lokale geöffnet. Geplant ist ein dreitägiges Fest.

Erinnerung an Frankfurter Bombennächte

Erst nach dieser Feier soll der Domplatz neu gestaltet werden. Eines der Ziele ist diesen weitgehend autofrei zu halten. Die Arbeiten könnten, wie es im Planungsdezernat heißt, im Jahr 2019 erfolgen. Im Zuge der Neugestaltung der Flächen soll eine zuletzt vor dem Technischen Rathaus liegende Kupferplatte, die an die Opfer der Frankfurter Bombennächte erinnert, an ihrem neuen Ort in den Boden gesetzt werden. Zuvor soll diese, wie das Kulturdezernat vorschlägt, um einen Außenring, der Platz für eine neue Inschrift bietet, ergänzt werden. Bisher ist auf der 1978 entstandenen Platte nur von den Frankfurter „Bombenopfern“ und Gefallenen im Zweiten Weltkrieg die Rede.

„Deutschland hat den Krieg begonnen, nicht nur in der Luft“, soll nun dort nach Vorschlag des Kulturdezernats zu lesen sein. Zudem sollen die Namen von Städten genannt werden, die von deutschen Bomben jeweils sehr schwer beschädigt wurden. Dass es bei diesem Text bleibt, ist allerdings unwahrscheinlich. Zwar nannte Esther Gebhardt (SPD) es im Dom-Römer-Ausschuss gut, die Zerstörung der Altstadt auf eine solche Weise in den Kontext zu stellen. Michael zu Löwenstein (CDU) zeigte sich dagegen unsicher, ob dies nötig sei.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Neue Altstadt Frankfurt

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