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Sprengung AfE-Turm wird recycelt

Niemals geht man so ganz: Ein Teil der Trümmer des gesprengten AfE-Turms dient als Keller für die geplanten Neubauten. In drei bis vier Monaten will die Abbruchfirma eine "geputzte Fläche" übergeben.

Jetzt beginnt in Frankfurt das große Aufräumen. Foto: Andreas Arnold

Von dem 116 Meter hohen Turm aus 55.000 Tonnen Beton bleibt: ein meterhoher Trümmerhaufen. Betonbruchteile und Gesteinsbrocken liegen an der Senckenberganlage wild auf- und übereinander, ein großer Teil des Gemäuers ist zudem bereits bei der Sprengung in allerkleinste Stücke zerschmettert worden. Ilmi Viqa hat nun die Aufgabe, die Fläche freizuräumen. Er ist Geschäftsführer der Abbruchfirma AWR und will ab Montag mit dem Abtransport des Schutts beginnen. „Dann karren wir die großen Maschinen an“, sagt er und erklärt: „Der Beton wird zerkleinert, der Schutthaufen aufbereitet und abgefahren.“

Und recycelt. Denn nicht der ganze Trümmerhaufen wird komplett entsorgt. Über die Hälfte will man für den Bau der neuen Gebäude auf dem Gelände verwenden. Künftig sollen dort zwei Bürohochhäuser stehen. Ein großer Teil des AfE-Turm-Schutts wird für den Bau des Kellers benötigt. „Wir bauen ihn mit Kleinmaterial auf und füllen den Kellerraum dann auch damit“, sagt Viqa. „Das Gewicht brauchen wir, damit sich die Bodenplatten später nicht anheben.“

Allein die überschüssige Trümmermasse wird dann entsorgt. Und auch wenn sich zahlreiche Schadstoffe im Turmgemäuer befunden haben – mit Schadstoffen wie beispielsweise Asbest ist der Schutt nicht belastet. „Das haben wir alles schon vorher ausgebaut und ordnungsgemäß entsorgt“, sagt Viqa. Das Gebäude sei komplett schadstofffrei gewesen. „Da ist daher auch nichts mehr im Schutt zu finden.“

In dreieinhalb bis vier Monaten will Viqa den Trümmerhaufen beseitigt haben. „Dann werden wir voraussichtlich eine geputzte Fläche übergeben können“, sagt er – und verspricht gleich den Anwohnern: „Wir werden lärmintensive Arbeiten vermeiden.“ Zudem bleibe der Erdwall, der für die Sprengung um den Turm herum aufgeschüttet worden war, bis zum Ende der Arbeiten stehen. Als Schallschutz. „Denn das“, sagt Viqa, „dämmt den Lärm dann auch noch mal.“

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