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Neuer Stadtteil Ein langer Kampf

Die, die schon da sind, werden sich einschränken müssen zugunsten derer, die kommen. Diesen sozialen Gedanken gilt es zu vermitteln und zugleich so verträglich wie möglich umzusetzen. Ein Kommentar.

Neuer Frankfurter Stadtteil
Blick auf die Ackerflächen beidseitig der A5, auf denen das neue Wohngebiet entstehen soll. Der Verkehr rollt unaufhörlich. Foto: Rolf Oeser

Immer mehr zeichnet es sich ab: Viele Menschen im Frankfurter Norden sind keineswegs überzeugt vom Plan des Magistrats, beidseits der Autobahn A5 einen neuen Stadtteil für bis zu 30.000 Menschen zu entwickeln. Mehr Autoverkehr, mehr Schadstoffe, Verlust von wichtigem Grün und Freiflächen: Um diese Themen kreisen die Befürchtungen der Menschen.

Eine Rentnerin aus Oberursel hat es unlängst im Interview mit der FR so ausgedrückt: Sie habe Angst, in Zukunft überrannt zu werden. Angst vor neuen Nachbarn – das ist an etlichen Orten in Deutschland ein zentrales Thema.

Wer schon da ist, wird sich einschränken müssen

Und die Stadtregierung aus CDU, SPD und Grünen steckt in der Zwickmühle. Grundsätzlich war und bleibt es richtig, in Frankfurt einen großen neuen Stadtteil zu entwickeln. Nur so lassen sich genügend Wohnungen für all die Menschen schaffen, die in die wachsende Stadt Frankfurt drängen.

Die zentrale Wahrheit ist: Die, die schon da sind, werden sich einschränken müssen zugunsten derer, die kommen. Diesen sozialen Gedanken zu vermitteln und zugleich so verträglich wie möglich umzusetzen, bleibt die große Aufgabe. Es zeichnet sich ab, dass dafür ein langer, zäher Kampf nötig sein wird. Frankfurt hat aber auch eine Chance: Nämlich einen Modell-Stadtteil zu entwickeln, der Furore macht.

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