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Mieten in Frankfurt Zu teuer

Dass die Stadt Frankfurt ihr Mittelstandsprogramm auf feste Mietsätze umstellte, ist durchaus nachvollziehbar. Die höchste Stufe von 10,50 Euro pro Quadratmeter ist aber zu teuer.

Mietvertrag
Mietwohnung: Immer schwieriger zu bekommen - und zu bezahlen: Foto: DB Dieter Assmann

Es klingt nicht dramatisch: Statt für zehn Euro pro Quadratmeter will die ABG die frei finanzierten Wohnungen in der Platensiedlung für 10,50 Euro anbieten. Doch schon diese fünf Prozent mehr können selbst Haushalte, deren Einkommen über der Grenze liegen, die in Frankfurt für den Bezug geförderter Wohnungen berechtigt, empfindlich treffen. Denn in Frankfurt wird zwar viel Geld verdient. Die Frankfurter aber haben weniger Einkommen als der Landes- und Bundesschnitt zur Verfügung.

Dass die Stadt ihr Mittelstandsprogramm auf feste Mietsätze umstellte, ist durchaus nachvollziehbar, trägt dazu bei, dass auch im Nordend, Westend oder in Sachsenhausen geförderte Wohnungen zu halbwegs bezahlbaren Preisen entstehen.

Die höchste Stufe von 10,50 Euro pro Quadratmeter ist aber zu teuer. Wie sich jetzt in der Platensiedlung zeigt, führt sie in allen Neubauquartieren, in denen – wie von der Stadt sehr gewünscht – auch geförderte Wohnungen entstehen, dazu, dass keine frei finanzierten Wohnungen mehr für Mieten unter zehn Euro pro Quadratmeter angeboten werden.

Damit aber wird zementiert, dass die Mieten weiterhin nur eine Richtung kennen werden, stur nach oben. Denn selbst die viel zu wenigen Versuche, etwa durch Modulbauweise, den Verzicht auf Keller oder andere bauliche Standards, nicht nur mit viel Geld geförderte Wohnungen wirklich günstig anzubieten, dürften sich nun erledigt haben.

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