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Luxusquartier im Nordend Gegensätze zwischen Arm und Reich verschärfen sich

Luxus-Wohnquartiere wie „Marie“ im Frankfurter Nordend sind das städtebauliche Zeugnis für die soziale Spaltung in Frankfurt. Ein Kommentar.

Nordend in Frankfurt
Das Marienkrankenhaus im Frankfurter Nordend weicht einem Luxusquartier.

Frankfurt war schon immer eine Stadt mit hohem Tempo und rasanten Veränderungen. Doch der Wandel, der jetzt im Gange ist, ist keiner zum Guten hin. Die Gegensätze zwischen großem privaten Reichtum und großer Armut verschärfen sich. 

Luxus-Wohnquartiere wie „Marie“ im Frankfurter Nordend sind das städtebauliche und architektonische Zeugnis für die soziale Spaltung in Frankfurt. „Marie“ macht gar keinen Hehl mehr daraus, dass es sich vom Rest der Stadt abschotten will. Mit Zäunen, Hecken, Toren. Draußen lagern die Obdachlosen, auch in den Straßen des Nordends. 

Ein ungutes Gefühl beschleicht einen auch bei der relativen Hilflosigkeit der Kommunalpolitik. Dass Planungsdezernent Mike Josef (SPD) noch einen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen in Verhandlungen erreicht hat, ist aller Ehren wert, kann aber die Fehlentwicklung allenfalls bremsen. 

In Frankfurt zeigt sich nur zu deutlich, was es bedeutet, wenn das kapitalistische Wirtschaftssystem die städtebauliche Entwicklung immer mehr prägt. Die Stadt muss versuchen, über ihr Planungsrecht dagegenzuhalten. 

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