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Immobilienpreise Wohnung für 22.000 Euro pro Quadratmeter

Die Wohnungspreise in Frankfurt erreichen neue Rekordwerte.

Wohnung in Frankfurt
Eine gute Aussicht hat in Frankfurt ihren Preis. Foto: Christoph Boeckheler

Die Wohnungspreise in Frankfurt steigen trotz einer in den vergangenen Jahren verstärkten Bautätigkeit und einem im bundesweiten Vergleich bereits sehr hohen Niveau ungebremst weiter. Erstmals hat nun nach Zahlen des Frankfurter Immobilienunternehmens Immoconcept eine Wohnung für fast 22.000 Euro pro Quadratmeter den Inhaber gewechselt. Bei dieser soll es sich um eine Immobilien an der Börsenstraße in der Innenstadt handeln.

In der traditionell von Büros und Läden dominierten City werden in den nächsten Jahren per Konversion mehrere Hundert überwiegend teure Wohnungen in Hochhäusern entstehen, etwa auf dem Deutsche-Bank-Areal am Roßmarkt und in Hochhäusern an der Stiftstraße.

Dass Käufer bereit sind, für die neue Generation von Wohntürmen sehr hohe Preise zu zahlen, zeigt sich bereits im Europaviertel. Nach Zahlen von Immoconcept sind die Wohnungen im Axis am westlichen Eingang des Viertels und im Praedium in Nähe der DB-Zentrale für im Schnitt 8400 Euro pro Quadratmeter verkauft worden. Für den weithin sichtbar in die Höhe wachsenen Wohnturm Grand Tower am Einkaufszentrum Skyline Plaza nennt das Unternehmen gar einen Durchschnittspreis von 8900 Euro.

Käufer aus dem Ausland spielen große Rolle

Eine große Rolle für den Vertrieb gerade der besonders teuren Wohnungen in den oberen Stockwerken der Hochhäuser spielen nach Beobachtungen von Immoconcept Käufer aus dem Ausland, besonders dem asiatischen und dem angelsächsischen Raum. Der Grand Tower etwa wurde in Dubai, Kuwait, Singapur und Kuala Lumpur beworben.

Für ein Ende der Preisspirale spricht nach Ansicht von Marktbeobachtern bisher wenig. Beim Maklerhaus von Poll verweist man etwa auf die nach wie vor niedrigen Zinsen und die „gegenüber vergleichbaren europäischen Metropolen immer noch moderaten Preise“. Colliers sieht das Miet- und Kaufpreiswachstum „zunehmend durch ein äußerst knappes Grundstücksangebot im gesamten Stadtgebiet“ getrieben. Diese Verknappung führt zu früher kaum vorstellbaren Grundstückspreisen. So ist nach Zahlen von Immoconcept im Ostend, noch vor wenigen Jahren alles andere als eine begehrte und teure Wohnlage, dieses Jahr ein Baugrundstück zum Rekordpreis von 8456 Euro pro Quadratmeter verkauft worden.

Der massive Druck auf die zentraleren Stadtteile lässt Investoren und Projektentwickler zunehmend in früher weniger gefragte Stadtteile und ins Umland schauen. Kräftig gestiegen sind nach Zahlen von Immoconcept etwa die Preise und Mieten im Gutleutviertel.

Immer stärker in den Fokus gerät zudem Offenbach. Noch liegen dort die Kaufpreise und Mieten deutlich unter dem Frankfurter Niveau. Doch bei Immoconcept etwa geht man davon aus, dass der Wandel der Stadt, die anhaltende Bauaktivität und die große Nachfrage zu einem Anstieg in Richtung der Frankfurter Werte führen werden. Auch in Offenbach würden für einzelne Projekte inzwischen Quadratmeterpreise von mehr als 5000 Euro erzielt. Eine Wohnung habe für mehr als 800.000 Euro den Besitzer gewechselt.

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