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Gateway Gardens Die Bagger rollen schon

Noch sind im Flughafenstadtteil Gateway Gardens vor allem Autos präsent. Doch eine S-Bahn-Station ist bereits im Bau und soll bis Ende 2019 fertig sein.

Wer baut, braucht Beton. Foto: christoph boeckheler*

Man kommt auch ohne Auto in den Flughafenstadtteil Gateway Gardens. Fußgänger können vom Terminal 2 aus laufen. Radler über den Kreisel Unterschweinstiege fahren. Busse fahren vom Terminal 1 am Flughafen ab. Weitere vom Bahnhof Neu-Isenburg; wobei Fahrgäste dafür einen Aufpreis zahlen, weil sie die Stadtgrenze überquert haben.

Den Nahverkehr nutzen aber die Allerwenigsten, die ins Büroviertel wollen. Rund 5000 Mensch arbeiten hier. Knapp 1000 Fahrgäste nutzen die Busse der Linien OF67 und 77 werktags, sagte Klaus Linek, Sprecher der Nahverkehrsgesellschaft Traffiq. Während im Himmel über dem Stadtteil die Flugzeuge optisch und akustisch dominieren, sind am Boden die Autos präsent.

Auf jeden Fall noch bis Ende 2019. Bis dahin will die Deutsche Bahn unter der Bessie-Coleman-Straße eine neue S-Bahn-Station errichten. Der offizielle Spatenstich stehe unmittelbar bevor, so ein Bahnsprecherin. Weil ein Termin gefunden werden muss, um alle Beteiligten zusammenzubringen. Faktisch laufen die Arbeiten seit April.

Die alte Strecke zwischen den S-Bahn-Halten Stadion und Flughafen-Regionalbahnhof, die durch den Stadtwald in Schwanheim verläuft, baut die Bahn zurück. Sie wird „renaturiert“. Nach der Stilllegung ab 2020 wachsen dort Büsche und Bäume. Die neue Trasse ist schon gerodet. Von der Station Stadion fahren die S-Bahnen S8 und S9 künftig im Osten an der Autobahn A5 entlang, unterqueren die Bundesstraße B43 und das Frankfurter Kreuz im Tunnel und stoppen in der unterirdischen Station Gateway Gardens. Dann geht’s weiter zum Regionalbahnhof. Weil ein neuer Halt hinzukommt, dauert die Fahrt künftig drei Minuten länger. Auch sollen insgesamt mehr Züge fahren. Heute sind es 230 Bahnen, künftig 424. Aber keine Güterzüge; die dürfen im Regionalbahnhof nicht halten.

Das Ganze kostet 223 Millionen Euro, finanziert durch Bund, Land und Stadt. Durch den S-Bahn-Anschluss soll ein guter Teil der Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen. 12 800 zusätzliche Fahrten pro Tag erwartet die Bahn. Einst sollen im Stadtteil 18 000 Personen arbeiten. Das Straßennetz wäre um ein Drittel entlastet. Der Tunnel entsteht in einer großen Grube. Er ist zwei Kilometer lang und beginnt kurz vorm Frankfurter Kreuz. Während der Arbeiten ist auf der A5 eine Spur gesperrt. Im Winter 2019 ist die Strecke zum Flughafen sechs Wochen lang dicht, um an den bestehenden Tunnel anzuschließen.

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