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Frankfurt-Sachsenhausen Skyline-Blick - und trotzdem bezahlbar

Beim Richtfest in der neuen Siedlung „Goetheblick“ im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen hat die Nassauische Heimstätte gute Nachrichten für Normalverdiener: Zu den knapp 80 dort gebauten Eigentumswohnungen sollen weitere 42 neue Wohnungen kommen, die zum Preis von rund 13 Euro pro Quadratmeter vermietet werden.

An der Fritz-Boehle-Straße entstehen Mietwohnungen. Foto: Alex Kraus

Nimmt hin den Dank, ob arm ob reich“, sagt man beim traditionellen Richtfest – und zu danken hatten bei Bauprojekten in Frankfurt in den letzten Jahren vor allem die Reichen. Das soll nun anders werden, sagt zumindest Thomas Hein, Leitender Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte (NH): „Bezahlbarer Wohnraum liegt uns besonders am Herzen.“

Sein Unternehmen feierte am Montag das Richtfest des dritten und letzten Bauabschnitts der neuen Siedlung „Goetheblick“. Auf dem Gebiet zwischen Oberer Schafhofweg, Letzter Hasenpfad und Sachsenhäuser Landwehrweg hat die NH 78 Eigentumswohnungen gebaut. Bis 2017 sollen nun an der Fritz-Boehle-Straße 42 Einheiten hinzukommen.

Das Besondere: Im Gegensatz zu den bereits realisierten Abschnitten sollen die neuen Wohnungen zur Vermietung gebaut werden – „zu einem Preis von rund 13 Euro pro Quadratmeter“, wie Kommunikationschef Jens Duffner verriet. Somit liegt der Preis in der Mitte des letztjährigen Mietspiegels für den Stadtteil.

Dabei werden knapp zwei Drittel der neuen Wohnungen über einen begehrten Blick auf die Skyline verfügen. Warum also der vergleichsweise geringe Preis?

Man reagiere damit auf den angespannten Markt für Mietwohnungen in der Frankfurter Kernstadt, sagte Geschäftsführer Constantin Westphal: „Die Umwidmung zeigt unseren Anspruch, auch Mietern eine so tolle Wohnlage zu ermöglichen.“ Dass der auch während des Richtfests deutlich hörbare Fluglärm das Unternehmen zur Kursänderung gezwungen hat, weist man jedoch von sich. „Alle bisher realisierten Wohnungen sind längst verkauft und soweit ich weiß, sind alle zufrieden“, sagte Duffner.

19 Millionen Euro investiert die NH nach eigenen Angaben in die sieben neuen Doppelvillen – rund 20 Prozent des Wohnungsbauetats für das laufende Jahr. Wie aus einem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht, will die NH in den kommenden fünf Jahren insgesamt mehr als 500 Millionen Euro in den Wohnungsbau stecken. „Um etwas zu bewegen“, wie Hein mit Blick auf die grassierende Wohnungsnot betonte.

Die Leiterin der Frankfurter Bauaufsicht, Simone Zapke, begrüßte dieses Vorgehen. Sie sieht im bezahlbaren Wohnraum eine der größten Herausforderungen für die Stadt. Durch die zunehmende Flexibilität der Einwohner und veränderte Lebensumstände seien neue Mietwohnungen besonders wichtig: „Wir brauchen mehr hochwertige Bestandswohnungen“, forderte sie. Die Entwicklung im Fall „Goetheblick“ sei ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings nahm sie die NH auch in die Pflicht: „Wir müssen weiter an Lösungen für die Zukunft arbeiten.“

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