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Frankfurt Günstige Wohnungen für mittlere Einkommen

Weil selbst Menschen mit mittleren Einkommen kaum noch eine bezahlbare Wohnung finden, will der Magistrat das Mittelstandsprogramm kräftig ausweiten.

Wohnungsbau
Bezahlbare Wohnungen sind in Frankfurt Mangelware - die Stadt will daher das Mittelstandsprogramm ausweiten. Foto: dpa

Die Stadt will Familien, aber auch Alleinlebende, die sich trotz mittlerer Einkommen kaum noch eine Wohnung in Frankfurt leisten können, stärker unterstützen. Das ist das Ziel einer sehr weitgehenden Novellierung des sogenannten Mittelstandsprogramms, die der Magistrat am Freitagmorgen beschlossen hat. Stimmt das Stadtparlament zu, treten die neuen Regeln noch dieses Jahr in Kraft.

Künftig sollen nicht länger nur Familien und Senioren, sondern auch Singles die vergünstigten Wohnungen, die mit Geld aus dem Programm entstehen, beziehen können. Stadtweit werden diese künftig nur noch zu drei festen Mietsätzen zu haben sein: für 8,50, 9,50 und 10,50 Euro pro Quadratmeter. Bisher lag die Fördermiete je nach Einkommen 15 oder 35 Prozent unter Marktniveau, was dazu führte, dass diese etwa im Westend oder der Innenstadt trotzdem sehr hoch ist. Die Einkommensgrenzen werden zudem angehoben. Wer eine Wohnung für 8,50 Euro pro Quadratmeter beziehen will, darf als Alleinlebender höchstens ein bereinigtes Jahreseinkommen von 25 000 Euro haben, als Vier-Personen-Haushalt von bis zu 48.000 Euro. Wohnungen mit dem höchsten Mietsatz können zum Beispiel Paare beziehen, die höchstens 40 000 Euro im Jahr verdienen.

„Wir passen das Programm der Realität an“, sagte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) am Freitag. 43 Prozent der Frankfurter Haushalte hätten weniger als 2000 Euro im Monat zur Verfügung. Mehr als zwei Drittel haben, wie OB Peter Feldmann (SPD) sagte, Anrecht auf eine Wohnung des ersten oder zweiten Förderwegs.

Damit künftig mehr Mittelstandswohnungen entstehen, will die Stadt nicht nur neues Bauland ausweisen und dort zu 30 bis 40 Prozent geförderten Wohnraum durchsetzen. Sie will den Bau von Wohnungen des zweiten Förderwegs auch finanziell attraktiver machen. Investoren erhalten künftig für eine Mittelstandswohnung im Passivhausstandard außer einem günstigen Darlehen einen Zuschuss von 500 Euro pro Quadratmeter. Im Gegenzug wird die Mietpreis- und Belegungsbindung von 20 auf 30 Jahre verlängert. Die städtische Wohnungsgesellschaft ABG sei bereit, auch 50-jährige Fristen zu akzeptieren, berichtete Feldmann.

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