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Demonstrationen in Frankfurt Samstag in Frankfurt Tag der Demos

Frankfurt ist an diesem Samstag die Stadt der Demos. Mehrere Bündnisse wollen für eine andere Wohnungspolitik, für Frauenrechte und gegen Rassismus auf die Straße gehen. Hier ein Überblick.

Demonstrationen in Frankfurt
Diese beiden Demonstranten haben in Frankfurt bei der Demo „Wir sind mehr" ein Zeichen gegen Rechts gesetzt. (Archivbild) Foto: Renate Hoyer

Hauptstadt der Banken? Metropole der Vielfalt? Ebbelwei-City? Was Frankfurt sonst alles so zugeschrieben wird, kann man am morgigen Samstag getrost vergessen. Dann ist Frankfurt nämlich nur eins: die Stadt der Demonstrationen. Eine Woche vor der hessischen Landtagswahl wollen unterschiedliche Bündnisse und Initiativen auf die Straße gehen.

„Mietenwahnsinn Hessen “ heißt das Bündnis, das den größten Protestzug auf die Beine stellen will. Die Großdemonstration soll um 13 Uhr am Kaisersack beim Hauptbahnhof beginnt. Mehrere Tausend Menschen werden zu dem Protestzug erwartet, der für einen grundsätzlichen Richtungswechsel in der Wohnungsbaupolitik eintritt. Mehr als 40 Verbände und Organisationen sind Teil des breiten Bündnisses, unter ihnen Attac, die Asten mehrerer hessischer Universitäten, der Paritätische Wohlfahrtsverband, Diakonie und Caritas, DGB und AWO. Die Demoroute führt von der Kaiserstraße über den Willy-Brandt-Platz und dann über Bethmannstraße, Kornmarkt, Hauptwache, Große Eschenheimer Straße und Börsenstraße bis zum Roßmarkt. Dort soll gegen 15 Uhr die Abschlusskundgebung mit Reden und Musik beginnen.

Ein Sternmarsch zum Auftaktort der Mietenwahnsinn-Demo ist für den Vormittag angekündigt. Dafür gibt es mehrere Treffpunkte in der Stadt, von denen aus Menschen gemeinsam zum Hauptbahnhof ziehen wollen. Um 11 Uhr gibt es einen solchen Treffpunkt am S-Bahnhof Rödelheim, um 11.30 Uhr zwei weitere am Hülya-Platz in Bockenheim und am Luisenplatz im Nordend. Um 12 Uhr wollen sich weitere Demonstrationsteilnehmer an der Galluswarte sammeln.

Gemeinsame Anreisen mit dem Zug zur Mietenwahnsinn-Demo gibt es aus Kassel (Treffpunkt 10 Uhr am Hauptbahnhof), Darmstadt (Treffpunkt 12.15 Uhr am Hauptbahnhof), Marburg (Treffpunkt 11.30 Uhr am Bahnhof) und Offenbach (Treffpunkt 11.30 Uhr S-Bahnhof Kaiserlei).

„Patrioten für Deutschland“ nennt sich die rechte Initiative, die ab 14 Uhr eine Kundgebung an der Alten Oper abhalten will. Die Gruppe, die aus dem Pegida-Umfeld stammt und sich auf ihrer Internetseite offen rassistisch äußert, will mit Deutschlandfahnen und etwa 250 Teilnehmern gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ protestieren. Anmelder der Kundgebung der „Patrioten für Deutschland“ ist Hartmut Issmer, der in Erlensee (Main-Kinzig-Kreis) ein Ingenieurbüro betreibt.

Eine Gegenkundgebung ist bereits ab 13 Uhr am Opernplatz Ecke Taunusanlage angemeldet. Die Bündnisse „Nofragida“ und „Aufstehen gegen Rassismus“ wollen vor Ort lautstark gegen die Rechten protestieren.

Gegen Abtreibungsgegner spricht sich das feministische Bündnis „Frankfurt für Frauenrechte“ aus, das für 12 Uhr zu einer weiteren Kundgebung an der Hauptwache aufruft. Die Initiative fordert eine „Schutzzone“ um das Büro von Pro Familia, um die Mahnwachen christlich-fundamentalistischer Abtreibungsgegner von der Beratungsstelle fernzuhalten.

Die Polizei rät Autofahrern, die Innenstadt zu meiden. Auch im öffentlichen Nahverkehr könne es Beeinträchtigungen geben. Eine Sprecherin sagte der Frankfurter Rundschau, man rechne insgesamt mit einem friedlichen Verlauf der Demonstrationen. 

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