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Bosch-Areal in Frankfurt Neue Hochhäuser am Güterplatz

Auf dem früheren Bosch-Areal soll ein über 100 Meter hohes Hochhaus mit Vier-Sterne-Hotel, ein Wohnturm mit 130 Eigentumswohnungen und ein siebenstöckiges Ensemble mit 270 Mietwohnungen entstehen.

Noch ist das frühere Bosch-Areal eine große Brachfläche. Foto: Andreas Arnold

Auf der bisher zum Teil als Parkplatz genutzten riesigen Brachfläche zwischen der Mainzer Landstraße und dem Einkaufszentrum Skyline Plaza am Tor zum Europaviertel soll schon im Frühjahr der Bau eines neuen Quartiers mit 400 Wohnungen beginnen. Nach Plänen, die ABG-Geschäftsführer Frank Junker und Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) am Donnerstag vorstellten, baut ein noch nicht genannter Investor ein bis zu 115 Meter hohes Hochhaus, das als Vier-Sterne-Hotel und Boarding-Haus dienen soll.

Die Berliner GSP Städtebau wird einen circa 90 Meter hohen Wohnturm mit 130 Eigentumswohnungen hochziehen. Derselbe Bauherr hatte bereits angekündigt, im Frühjahr in unmittelbarer Nähe einen 160-Meter Turm zu bauen, der einmal das höchste Wohnhochhaus Deutschlands werden soll.

Die ABG Frankfurt Holding will für 97 bis 98 Millionen Euro in Blockrandbebauung ein siebenstöckiges Ensemble mit 270 Mietwohnungen im Passivhausstandard errichten. Beginnen sollen die Arbeiten an dem Stichweg im Westen des Areals. Dort wird auch die Zufahrt für die Tiefgarage mit 450 Stellplätzen sein. Ein Supermarkt mit 1500 oder sogar 3000 Quadratmetern Fläche und eine Kindertagesstätte sind geplant. Spätestens im Jahr 2020 oder 2021 sei das Projekt abgeschlossen, sagte Junker.

Nur 26 aus dem städtischen Mittelstandsprogramm geförderte Wohnungen entstehen den Plänen nach auf dem Areal an der Nahtstelle von Bahnhofsviertel, Gallus, Europaviertel und Westend. Sozialwohnungen nach dem ersten Förderweg sind nicht vorgesehen. Die freifinanzierten Wohnungen sollen, wie Junker sagte, für Monatsmieten von 12,50 Euro pro Quadratmeter zu haben sein.

Cunitz verteidigt Pläne

Dass nur ein so geringer Anteil an gefördertem Wohnraum entsteht, erklären Junker und Cunitz mit dem hohen Kaufpreis, den ABG und die beiden privaten Investoren Bosch für das früher gewerblich genutzte Areal gezahlt haben. Wäre die ABG nicht auf Bosch zugegangen, um das Areal zu erwerben, wäre gar nichts passiert, sagt Cunitz. Dann diene es weiter für Zirkusveranstaltungen. Cunitz wies zudem darauf hin, dass auf dem Areal zunächst nur Büros entstehen sollten. Es sei richtig und sinnvoll, die Brache nun zu entwickeln, sagte er. Dringend benötigter Wohnraum entstehe, das Entrée zum Europaviertel werde geordnet.

Junker wies darauf hin, dass 37 Prozent der 6181 Wohnungen, die bis 2019 gebaut werden, öffentlich gefördert sein werden. „Sie finden keine Stadt, die diese Förderquote erfüllt“, behauptete er.

Das früher von Telenorma genutzte, 13 700 Quadratmeter große Gelände steht seit Jahren leer. Mehr als ein Jahrzehnt lang hatte Bosch versucht, einen Investor für einen bis zu 160 Meter hohen Büroturm zu finden. Später sah es so aus, als würden ABG und zwei Investoren das Gelände mit auf mehrere Hochhäuser verteilten 800 Wohnungen bebauen. Doch die Partner sprangen ab – wegen der Schwierigkeiten, die der gleichzeitige Bau der Verlängerung der Stadtbahnlinie U5 mit sich bringt. Nun hat die ABG das Gelände mit der GSP Städtebau und dem Investor für den Hotelturm erworben.

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