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Bau Luxuswohnen am Museumsufer

In Traumlage zwischen Städel und Liebieghaus soll eine große Luxus-Wohnanlage entstehen.

Das Bürogebäude soll teuren Wohnungen weichen. Foto: Christoph Boeckheler

Am Frankfurter Museumsufer soll eine große Luxus-Wohnanlage entstehen. Die LBBW-Immobilien, eine Tochter der Landesbank Baden-Württemberg, hat das Grundstück Schaumainkai 69 erworben. Dort steht heute noch ein älteres Bürogebäude. Jens Kulicke, Geschäftsführer der LBBW Immobilien Development GmbH, schwärmt von „Wohnen de Luxe“. Geplant sind teure Eigentumswohnungen.

Das knapp 5000 Quadratmeter große Grundstück „in absoluter Traumlage“ zwischen Städel-Museum und der Liebieghaus- Skulpturensammlung gehörte einer Projektgemeinschaft unter Federführung der Frankfurter Gewerbeimmobilien GmbH.

2020 soll der Bau beginnen. Mit diesem Millionenprojekt, dem ersten Luxus-Wohnquartier direkt am Museumsufer, wird die Diskussion um die superteuren Wohninseln in Frankfurt neuen Auftrieb bekommen.

Das städtische Planungsdezernat hält sich am Freitag mit öffentlichen Äußerungen sehr zurück. Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD), bestätigt lediglich, dass es im Jahre 2017 eine „Bauberatung“ des Investors aus Baden-Württemberg durch die Stadt gegeben habe.

Der an dieser Stelle des Museumsufers geltende städtische Bebauungsplan 414 sehe ein Kerngebiet mit Gewerbe vor, in dem aber „Wohnen möglich“ sei. Die neue Bebauung dürfe eine Höhe von fünf Geschossen umfassen. LBBW-Sprecherin Brigitte Reibenspies in Stuttgart kann noch nicht genau sagen, wie viele Eigentumswohnungen auf dem Grundstück entstehen sollen. Auch weiß sie nicht, ob in dieser prominenten Lage ein Architektenwettbewerb beabsichtigt ist.

„Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt sie, bestätigt aber, dass es bereits Gespräche mit der Stadt gegeben habe.

Geschäftsführer Kulicke erklärt, die Lage am Museumsufer zwischen Städel und Liebieghaus direkt am Main mache diese Fläche einzigartig. Mit dem Projekt am Museumsufer setzt sich die Kette von spektakulären Luxus-Wohnanlagen in Frankfurt fort. Im Bau ist der Grand Tower am Güterplatz, mit 180 Metern Höhe Deutschlands höchstes Wohnhochhaus.

Dort soll mit 19 000 Euro pro Quadratmeter auch der höchste Preis für eine Eigentumswohnung in Frankfurt erzielt worden sein. Mit dem Wohnen am Museumsufer könnte ein neuer Rekord erreicht werden.

Fast fertiggestellt ist das „Onyx“ im Westend, Oberlindau 76-78, bei dem Investor Daniel Korn allerdings Insolvenz angemeldet hatte.

Bezogen sind bereits die Luxus-Wohntürme Palazzi auf dem Main-Tor-Areal am nördlichen Mainufer sowie das Axis, der Westside Tower und das Praedium im Europaviertel. Im Bau ist der Porsche Design Tower im Europaviertel, angekündigt sind das Wohnhochhaus „Eden“ am Güterplatz und das „Hochhaus am Park“ am Grüneburgweg mit 130 hochpreisigen Eigentumswohnungen.

LBBW Immobilien ist in Frankfurt schon länger aktiv. So verwirklichte das Unternehmen die Eigentumswohnanlage „Edison“ in der City West.

Gegenwärtig geht die Wohnanlage „Bohomian“ am Ziegelhüttenweg in Sachsenhausen ihrer Vollendung entgegen. Sie besteht aus 221 sogenannten „Mikroapartments“ unter dem Motto „Stay Urban“, die zwischen 20 und 30 Quadratmeter groß sind. Außerdem entsteht in Niederrad das LBBW-Wohnquartier „Mainwald“, dort wachsen bis zum Jahr 2020 insgesamt 700 Wohnungen.

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