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Bankenviertel in Frankfurt Eine Milliarde Euro für neues Quartier

Bis 2023 soll das Frankfurter Bankenviertel mit 600 Wohnungen, Läden, Restaurants belebt werden. Zwischen Junghofstraße, Großer Gallusstraße und Neuer Schlesingergasse entsteht das neue Quartier „Four“.

Bankenviertel Frankfurt
Blick über die Hauptwache auf das künftige Bankenviertel, rechts neben der Commerzbank die vier neuen Türme. Foto: Groß & Partner

Das Frankfurter Bankenviertel verändert bis zum Jahr 2023 völlig sein Gesicht. Mit einer Investition von einer Milliarde Euro entsteht das neue Stadtquartier „Four“. Zwischen Junghofstraße, Großer Gallusstraße und Neuer Schlesingergasse wachsen vier Hochhäuser, 600 Wohnungen, zwei Hotels und viele Büros.

„Eine Art Stadt-Oase“ nennt es Frankfurts Planungsdezernent Mike Josef (SPD) bei der Präsentation. Denn wo heute noch nach Büroschluss die Straßen veröden, soll großstädtisches Leben einziehen. Mit Läden, Restaurants, Cafés, einem „Foodcourt“ mit mindestens 30 Ständen und zwei öffentlichen Plätzen. „Das Bankenviertel wird menschlicher“, heißt das Motto des Planungsdezernenten.

3000 Menschen sollen in dem neuen Stadtviertel arbeiten, mindestens 1000 dort wohnen. Die Stadt hat 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnungen durchgesetzt. Das heißt, es entstehen nicht nur Eigentumswohnungen, sondern auch 80 Unterkünfte für Menschen mit normalem Einkommen, darunter einige Sozialwohnungen. Der Entwurf stammt vom Amsterdamer Architekturbüro UN Studio. Ein Mann setzt in Frankfurt architektonische Zeichen, der hier bestens bekannt ist: der 59-jährige Ben van Berkel, der lange Zeit die Architekturklasse der Städelschule geleitet hat.

Viele Marketing-Büros waren in die Suche nach dem Namen für das neue Zentrum Frankfurts einbezogen. Am Ende fiel die Wahl auf „Four“, weil vier Türme das Quartier prägen werden. Ein 228 Meter hohes Hochhaus vereint Büros und ein Hotel. Zwei Wohntürme werden 172 und 120 Meter hoch, und ein 100 Meter hoher Büroturm beschließt den Reigen.

Projektentwickler Jürgen Groß hofft, noch Ende 2017 mit dem Abriss der alten Gebäude entlang der Junghofstraße beginnen zu können. 100 Architekten und Ingenieure arbeiten derzeit an den Plänen, bis zu 3000 Menschen werden auf einer der größten Baustellen beschäftigt sein, die es in Frankfurt jemals gab. Die Organisation des Baustellenverkehrs wird eine ganz besondere Herausforderung. Planungsdezernent Josef verspricht den Menschen: „Wir werden die Logistik jederzeit klar kommunizieren.“

Für den Autoverkehr erschlossen wird das neue Stadtviertel über die Neue Schlesingergasse. Sie wird ein ganzes Stück verbreitert, damit eine große Vorfahrt entstehen kann. Von dort ist auch die Tiefgarage anzufahren, die 1000 Stellplätze anbietet.

Von den insgesamt 219 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entfallen 50 Prozent auf Büros: Sie bilden das wirtschaftliche Rückgrat des Projekts. 15 Prozent nehmen die beiden Hotels ein, 30 Prozent bleiben fürs Wohnen; den Rest teilen sich Gastronomie und Läden.

Die vier Hochhäuser wachsen aus einem gemeinsamen Sockel empor. Eine durchgehende begrünte Dachterrasse im sechsten Stockwerk verbindet die Gebäude. Planungsdezernent Josef hofft: „Dieses Projekt wird eine Vorreiterrolle für die nächsten Jahrzehnte spielen.“  Kommentar

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