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Wohnen in Frankfurt Viele Mieter wehren sich nicht

Der Wohnungsmarkt in Frankfurt ist angespannt. Viele Mieter wehren sich daher nicht mehr, wenn sie ein Problem erkennen.

26.12.2017 10:00
Ein Mehrfamilienhaus
Ein Mehrfamilienhaus im Bau. Foto: Arne Dedert/Archiv

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt trauen sich Experten zufolge zahlreiche Mieter nicht, ihre Rechte in Anspruch zu nehmen. Nur wenige Betroffene wehrten sich etwa bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse, sagte der Geschäftsführer des Mieterschutzvereins Frankfurt, Rolf Janßen, der Deutschen Presse-Agentur. „Da bekommen wir nur die Spitze des Eisbergs mit.“ Bestandsmieter scheuten sich häufig, Fragen etwa zur Nebenkostenabrechnung zu stellen. „Die Sorge, eine Kündigung zu provozieren, ist sehr groß“, betonte Janßen. Frankfurt sei nun mal ein von Vermietern diktierter Wohnungsmarkt.

Auch der Leiter der Stabsstelle im Frankfurter Amt für Wohnungswesen, Willi Müller, sagte, es gebe bei Neuverträgen durchaus Verstöße gegen die Mietpreisbremse. Heißt: Die Miete wird kräftiger nach oben geschraubt als zulässig. Allerdings kämen nur wenige Betroffene damit zur mietrechtlichen Beratung. „Sie schlucken das, weil man es schlucken muss“, sagte Müller.

Tobias Schmitz, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Verein „Mieter helfen Mietern“ in Frankfurt, hält die Mietpreisbremse grundsätzlich für unverzichtbar. Wichtig sei aber, vorhandene Schlupflöcher zu schließen. Derzeit seien etwa Vermieter nicht auskunftspflichtig, was die Vormiete angehe. Das müsse sich ändern. (dpa)

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