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Wohnen in Frankfurt Brauchwasser für den neuen Stadtteil

Landtagsabgeordneter Caspar regt an, bei der Entwicklung eines neuen Stadtteils im Nordwesten auch auf Brauchwasser zu setzen. Die SPD lobt, die CDU schwenke auf ihre Linie ein.

Neuer Stadtteil
Hier könnte ein neuer Frankfurter Stadtteil entstehen. Foto: Monika Müller

Der wohnungspolitische Sprecher der CDU im Landtag, Ulrich Caspar, schlägt vor, zu prüfen, welche Rolle Brauchwasser bei der Entwicklung neuer Stadtteile im Frankfurter Nordwesten spielen kann. Im Areal westlich und östlich der Autobahn 5 gebe es nicht mehr zur Trinkwassergewinnung geeignete Brunnen, sagt der Frankfurter Landtagsabgeordnete. Deren Wasser könne als Brauchwasser für die entstehenden Gewerbe- und Wohngebiete in dem Bereich genutzt werden.

Bei neu entstehenden Baugebieten könne kostengünstig eine weitere Brauchwasserleitung in die Erschließungsgräben gelegt werden, die den zukünftigen Nutzern die Möglichkeit geben würde, neben teurem Trinkwasser auch günstigeres Brauchwasser zu beziehen, sagt Caspar. Das könne etwa für die Bewässerung von Gärten und die Toilettenspülung verwendet werden. Gute Erfahrungen mit der Nutzung von Brauchwasser habe man etwa in Florstadt (Wetterau) gemacht, sagt der Landtagsabgeordnete.

Wenn die Stadt stärker auf Brauchwasser setze, müsse in Trockenzeiten auch weniger Wasser über Fernleitungen aus dem Vogelsberg nach Frankfurt gebracht werden, argumentiert Caspar. Dort gibt es immer wieder Kritik am großen Umfang der Wasserlieferungen in den Ballungsraum. In einem Gespräch der CDU Frankfurt mit der CDU Vogelsberg versprachen die hiesigen Politiker ihren Parteifreunden jetzt unter anderem, sich für einen reduzierten Verbrauch von Trinkwasser einzusetzen.

Die SPD im Römer lobt, dass die CDU umdenke und sich ihrer Forderung anschließe. „Es scheint einen heißen Sommer mit Wasserknappheit gebraucht zu haben, um allen zu verdeutlichen, dass getrennte Brauchwasserleitungen sinnvoll sind“, sagt der umweltpolitische Sprecher im Römer, Roger Podstatny. Ziel seiner Fraktion sei es, so den Wasserimport aus dem Vogelsberg, dem Spessart und dem Hessischen Ried deutlich zu reduzieren.

Caspars Aussagen ließen hoffen, dass die Frankfurter CDU in Zukunft eine ökologischere Politik vertrete, sagt Podstatny. Ein klares Bekenntnis der Grünen zu getrennten Frisch- und Brauchwasserleitungen stehe dagegen noch aus.

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