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Wirtschaft in Frankfurt So viele Arbeitsplätze wie nie

Die Wirtschaft in Frankfurt wächst kräftig. Die Zahl der Arbeitsplätze steigt und steigt. Stadtrat Frank fordert aber noch mehr Gewerbeflächen.

Industriestandort Frankfurt
Trotz all der Banken: Frankfurt ist immer noch auch ein bedeutender Industriestandort. Foto: Rolf Oeser

Die Zahl der Arbeitsplätze in Frankfurt ist im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen. 564 826 Menschen gingen zum 30. Juni 2017 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Stadt nach. Das sind 12 767 mehr als im Vorjahreszeitraum, 56 505 mehr als 2011.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) sprach bei der Vorstellung des Jahresberichts der Wirtschaftsförderung von einem absoluten Rekordjahr. Und stellte heraus, dass die Zahl der Jobs in Frankfurt in den vergangenen Jahren sogar noch stärker gestiegen ist als die kräftig wachsende Einwohnerzahl. Frankfurt profitiere unter anderem von der ausgeprägten Branchenvielfalt, sagte Frank.

Am stärksten fiel der Stellenzuwachs in der Informations- und Telekommunikationswirtschaft und in der Consulting-Branche aus. Auch die Unternehmen der Kreativ- und Kulturwirtschaft sowie den Bereichen Finanzdienstleistung und Chemie/Life Science bauten die Zahl der Beschäftigten in Summe aus. Einen leichten Rückgang gab es nach Zahlen der Wirtschaftsförderung dagegen im Handel und der Logistik. Die Logistik bleibt mit mehr als 79 000 Beschäftigten aber die mitarbeiterstärkste Branche in Frankfurt.

Erfolge sieht Frank auch im Bereich Start-ups. Er wies etwa darauf hin, dass Frankfurt es bei der Vergleichsstudie „Global Start-up Ecosystem Survey“ erstmals in den Kreis der weltweit 50 besten Standorte geschafft habe. Besonders das gute Netzwerk und die kurzen Wege seien attraktiv für Gründer, sagte Oliver Schwebel, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. So hätten sich zuletzt etwa mehrere Start-ups aus Tel Aviv in Frankfurt angesiedelt. Die Eröffnung des Tech Quartiers und mehrerer neuer Gründerzentren habe das Umfeld noch verbessert.

Die Wirtschaft in Frankfurt stößt allerdings an räumliche Grenzen. Weil in den vergangenen Jahren große früher industriell oder gewerblich genutzte Flächen in Wohnraum umgewandelt wurden, fällt es Unternehmen, die sich in Frankfurt ansiedeln wollen oder hier expandieren, nicht leicht, passende Grundstücke zu finden. Für Logistiker etwa gebe es in der Stadt kaum noch Flächen, sagte Schwebel. Und Frank ging davon aus, dass sich die Flächenproblematik, weil in Frankfurt auch Areale für Wohnungen, Schulen und Kitas oder auch Grünflächen fehlen, noch zuspitzen könnte.

Areale effizienter nutzen

Um Unternehmen weiter Wachstumsmöglichkeiten zu bieten, müsse man zum einen die vorhandenen Flächen in den Gewerbegebieten effizienter bewirtschaften, sagte Frank. Als erfolgreiches Beispiel nannte er das Gewerbegebiet Fechenheim Nord/Seckbach. Zudem gelte es vorhandene Flächen vor der Umwandlung zu schützen, aber auch neue Gebiete auszuweisen.

Wo genau und in welchem Umfang die von Industrie- und Handelskammer und Gewerkschaften seit Jahren geforderten neuen Flächen für Industrie und Gewerbe entstehen könnten, sagte Frank auch auf Nachfragen nicht. Man sei aber in guten Gesprächen mit dem Stadtplanungsamt.

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