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Weltkulturen-Museum Frankfurt Weltkulturen zum Mitmachen

SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel schlägt eine neue Konzeption für das Museum vor. Die Grünen sind nicht begeistert.

Frankfurt
Das Frankfurter Museum der Weltkulturen: SPD-Spitzenkandidat Schäfer-Gümbel regt Veränderungen an. Foto: Andreas Arnold

Hessens SPD-Vorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel wünscht sich, dass es in Frankfurt einen Ort zur Begegnung und produktiven Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen gibt – und denkt dabei an das Weltkulturen-Museum. Am Montag bekräftigte Schäfer-Gümbel seine Idee, das Museum als „Mitmachmuseum“ zu gestalten.

Als Vorbilder schweben dem Sozialdemokraten Häuser vor, die technisch orientiert sind. Er nannte das Wolfsburger Phaeno und das Mathematikum in Gießen. Schäfer-Gümbel dachte laut über einen neuen Standort des Museums vor, das seinen Sitz am Museumsufer hat. Der neue Flughafen-Stadtteil Gateway Gardens könne sich eignen, befand er.

Die Idee ist nicht neu. Schäfer-Gümbel hatte sie nach eigenen Worten bereits vor zehn Jahren mit dem früheren SPD-Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann besprochen. Ende voriger Woche brachte er sie bei der Vorstellung der Schatten-Kulturministerin Gisela Stang (SPD) erneut in die Debatte ein. Er räumte ein, dass für entsprechende Entscheidungen die Stadt Frankfurt zuständig sei, die Trägerin des Museums ist. Er könne sich auch vorstellen, dass das Land finanziell in ein solches Projekt einsteige, fügte Schäfer-Gümbel am Montag hinzu.

Grüne sind nicht begeistert

In der Frankfurter Koalition wurde der Vorstoß zurückhaltend aufgenommen. Grünen-Kulturpolitiker Sebastian Popp sagte, Mitmachen sei noch kein Konzept. „Alle Frankfurter Museen haben heute große Anteile an museumspädagogischen Angeboten im Sinne eines Mitmachens.“ Mit der Experiminta gebe es ein Mitmachhaus im Bereich der Naturwissenschaften in Frankfurt. Popp bezweifelte, dass sich das Weltkulturen-Museum für eine solche Konzeptänderung eigne. Es berge „einen gigantischen Schatz an Objekten“, die nicht als „Hands on“-Objekte genutzt werden könnten.

Aus seiner Sicht sei es vorrangig, dass Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) einen Vorschlag für die Leitung des Hauses mache, so Popp. Seit der Trennung der Stadt von der früheren Leiterin Clémentine Deliss 2015 wird das Weltkulturen-Museum kommissarisch von Eva Raabe geführt.

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