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Weltkriegsbombe im Westend Sperrradius berücksichtigt auch Bombenexplosion

+++ Am Sonntag müssen alle Anwohner das Sperrgebiet bis 8 Uhr verlassen haben +++ Polizei kontrolliert Folgeleistung +++ Rückkehr wohl erst gegen 20 Uhr +++ alle News zum Nachlesen.

Bombenfund in Frankfurt
Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes haben ein blaues Zelt über einer englischen Luftmine aus dem 2. Weltkrieg errichtet. Foto: dpa

Nach dem Fund einer 1,8 Tonnen schweren englischen Luftmine im Frankfurter Westend werden  auf einer Pressekonferenz Details zur Bombenentschärfung am Sonntag bekannt gegeben. Die FR berichtet für Sie und liefert alle Informationen zur geplanten Bombenentschärfung zum Nachlesen.

12.05 Uhr: Das war es. Die Pressekonferenz ist damit beendet.

12.04 Uhr: Zum Ablauf der Entschärfung: In der Luftmine sind drei Aufschlagzünder. Es werden Geräte zur Entschärfung angebracht, dann ziehen sich die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes hinter einem schützenden Erdwall zurück.

12.01 Uhr: Die Luftmine wurde durch eine Fachfirma entdeckt. Das Unternehmen war vorab darüber informiert, dass es auf der Baustelle eine „Belastung“ gebe. „Die Bombe ist nicht das entscheidende, es geht um den Zünder, darüber hat der Räumdienst Informationen. Neun Leute werden zeitweise bei der Entschärfung dabei sein. Es handelt sich um Aufschlagzünder.“

11.57 Uhr: Ein Vertreter des Kampfmittelrämundienstes sagt, dass es über dem Areal eine Flugverbotszone gibt. Der Flughafen sei entsprechend informiert. Die Flugrouten werden entsprechend gewählt.

11.55 Uhr: Der Polizeipräsident konkretisiert auf Nachfrage den zeitlichen Ablaufplan für Sonntag: Demnach sind mehr als 60.000 Menschen von der Evakuierung betroffen. Am Sonntag von 6 bis 8 Uhr soll die eigenständige Räumung der Wohnungen erfolgen. Danach bis 8 Uhr werden Menschen, die sich nicht selbst helfen können, aus dem Sperrgebiet gebracht. Die Polizei wird das Sperrgebiet bis 12 Uhr noch einmal kontrollieren und sicherstellen, dass es menschenleer ist. Die Entschärfung ist dann von 12 bis 16 Uhr geplant. Wenn alles glatt läuft, könnten anschließend Menschen, die sich nicht helfen können, in Altenheime oder ihre Wohnungen zurückgebracht werden. Gegen 20 Uhr könnte dann die allgemeine Sperrung aufgehoben werden - immer vorausgesetzt, dass alles reibungslos nach Plan verläuft.

11.50 Uhr: Die Aufforderung, das Gebiet am Sonntagmorgen zu verlassen sowie weitere Informationen werden übrigens in mehreren Sprachen herausgegeben, damit alle Bürger das mitbekommen, sagt der Polizeipräsident.

11.48 Uhr: Was passiert, wenn Bombe explodiert? Das werde mit eingeplant, sagt der Polizeipräsident. Deshalb sei der Radius des Sperrgebiets so groß, deshalb gebe es den dringenden Appell, das Gebiet zu verlassen.

11.44 Uhr: Zur Evakuierung des Sperrgebiets wird eine vierstellige Zahl von Polizeikräften im Einsatz sein. Die Überprüfung erfolgt zu Fuß, per Streifenwagen und über Hubschrauber. "Wir werden alles dafür tun, dass das Areal menschenleer ist." Wenn Bürger sich weigern, das Areal zu verlassen, werden sie von der Polizei "entfernt".

11.41 Uhr: Ein Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes sagt, es sei nicht geplant, die Bombe zu sprengen. Die Luftmine habe drei Zündsysteme. Es werde zunächst eine sogenannte Raketenklemme bei der Entschärfung eingesetzt, die den Zünder vernichten soll. Wenn dies nicht funktioniert, dann wird eine Wasserschneideanlage eingesetzt, mit der die Zünder herausgeschnitten werden sollen.

11.38 Uhr: Jetzt spricht der Leiter des Gesundheitsamtes über die Räumung der zwei Krankenhäuser, eines ist das Bürgerhospital. Das sei eine große logistische Herausforderung. So müssen beispielsweise einige Patienten künstlich beatmet werden, außerdem sei im Bürgerhospital die größte Neugeborenen-Station der Stadt. Die Patienten werden in andere Hospitäler gebracht, unter anderem in die Uniklinik.

11.36 Uhr: Markus Röck, der Pressesprecher der Feuerwehr, sagt, genaue Infos zur Evakuierung finden sich auf der Webseite und im Twitterfeed der Feuerwehr.

11.32 Uhr: Der geplante zeitliche Ablauf der Bombenentschärfung: Die Evakuierung beginnt um 6 Uhr, bis 8 Uhr soll sie abgeschlossen sein. Danach kontrolliert die Polizei das Sperrgebiet. Schließlich beginnt die Entschärfung. Um 20 Uhr soll der Einsatz laut Jackel hoffentlich beendet sein.

11.29 Uhr: Die Feuerwehr geht davon aus,  dass 10 Prozent der Menschen das Sperrgebiet nicht eigenständig verlassen können. Es handele sich um rund 6500 Personen. Sie sollen in zwei Messehallen untergebracht werden, unter anderem in der Jahrhunderthalle.

Alle, die nicht in der Lage sind, das Gebiet selbständig zu verlassen, sollen sich bei der Hotline melden, sagt Jackel von der Branddirektion.

11.25 Uhr: Der Leiter des Ordnungsamts appelliert an die Frankfurter: Nicht persönliche Befindlichkeiten über das Allgemeinwohl zu stellen.

11.23 Uhr: Bis 20 Uhr wird es am Sonntag verboten sein, sich in der Sperrzone aufzuhalten, sagt der Leiter des Ordnungsamts Bannach. Wer dies nicht beachtet, muss mit Zwangsmaßnahmen rechnen. „Wir hoffen, dass jeder so vernünftig ist, jegliche Gefahrensituationen zu vermeiden.“ Das Ende der Sperrung wird über Lautsprecher und Medien bekanntgegeben.

11.20 Uhr: Der Leiter des Kampfmittelräumdienstes sagt, dass sein Dienst eine solche Bombe noch nicht entschärft hat. Entsprechend aufregend sei der Einsatz auch für seine Mitarbeiter. Wenn die Bombe nicht entschärft werden kann, muss eine sogenannte Wasserräumanlage eingesetzt werden.

11.18 Uhr: Auch das Polizeipräsidium muss geräumt werden. Die Sicherheit in der Stadt sei trotzdem gewährleistet, sagt der Polizeipräsident.

11.17 Uhr: Frank geht auf die Karte ein. Sie sei straßengenau und auch im Internet zu sehen. Das  eingetragene Evakuierungsgebiet soll am Sonntag um 8 Uhr frei sein. Der Stadtrat appelliert an die Bewohner, frühzeitig ihre Wohnungen zu räumen, damit die Entschärfung schnell beginnen kann.

11.14 Uhr: Die Polizei wird die Räumung der Wohnung den Anwohner in Eigenregie überlassen. Personen, die ihre Wohnung nicht selbständig verlassen können, werden von den Einsatzkräften begleitet. Der Polizeipräsident bittet die Bevölkerung, die Wohnungen frühzeitig zu verlassen.

Die Polizei werde das evakuierte Gebiet anschließend noch einmal abfahren und überprüfen, ob alle Anwohner den Bereich verlassen haben.

11.10 Uhr: Wer wissen möchte, ob seine Straße zum Evakuierungsgebiet zählt, kann sich an eine speziell eingerichtete Hotline richten. Die Nummer der Hotline lautet 069/212 111. Stadtrat Frank bittet die Bevölkerung, keine Notrufnummern anzuwählen, sondern sich ausschließlich an die Hotline zu wenden.

11.05 Uhr: Stadtrat Frank sagt, dies werde die größte Evakuierung nicht nur in Frankfurt, sondern auch in Deutschland sein. 60.000 Menschen werden davon betroffen sein. Der Evakuierungsradius um den Bombenfund beträgt 1,5 Kilometer. Und dies in einem dicht besiedelten Gebiet.

11 Uhr: Markus Röck, der Pressesprecher der Feuerwehr, leitet die Pressekonferenz ein. Die Ruhe auf dem Podium solle nicht darüber hinwegtäuschen, mit welchem Aufwand zurzeit die Vorbereitungen zur Entschärfung der Bombe und der Evakuierung betrieben werden, sagt er.

10.55 Uhr: An der Pressekonferenz sind beteiligt: Markus Röck, Pressesprecher der Feuerwehr, Jörg Bannach, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Frankfurt, Thomas Jackel, stellvertretender Amtsleiter der Branddirektion Frankfurt, Stadtrat Markus Frank, Polizeipräsident Gerhard Bereswill,  Thomas Seidel, Einsatzleitung Polizei, Dieter Schweitzer, Leiter des Kampfmittelräumdienstes und René Gottschalk, Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes.

10.45 Uhr: Feuerwehr, Polizei und die Stadt Frankfurt haben zur Pressekonferenz eingeladen, zahlreiche Journalisten sind erschienen. Es sollen Details zur geplanten Bombenentschärfung bekannt gegeben werden. 

Auch Krankenhäuser müssen geräumt werden

Was bislang bekannt ist: Die Bomben-Entschärfung in Frankfurt soll am frühen Sonntagmorgen beginnen und wird voraussichtlich bis in den späten Nachmittag dauern. „Um 8 Uhr muss die Sperrzone frei sein“, sagte Ordnungsdezernent Markus Frank. Er appellierte an die Bürger, ab 6 Uhr das rund 1,5 Kilometer große Areal in der Stadt zu verlassen. Die Entschärfung werde voraussichtlich mindestens bis zum späten Nachmittag dauern. 

In der Sperrzone liegen unter anderem zwei Krankenhäuser, das Polizeipräsidium und der Hessische Rundfunk. Mit der Verlegung der Patienten aus den Krankenhäusern, die noch nicht entlassen werden könnten, werde bereits am Freitag begonnen. „Wir müssen Betten in anderen Krankenhäusern finden. Das ist eine Mammutaufgabe“, sagte Frank. Busse und U-Bahnen können während der Evakuierung am Sonntag auch nicht durch die Sperrzone fahren.

Bis zu 70.000 Menschen müssen die Sperrzone verlassen. Es dürfte damit die größte Evakuierungsaktion der deutschen Nachkriegsgeschichte werden. Von der britischen Luftmine - die auch Wohnblockknacker oder Blockbuster genannt wird - geht nach Einschätzung des Kampfmittelräumdienstes aktuell keine Gefahr aus. 

Die 1,8 Tonnen schwere Luftmine war bereits am Dienstag während Bauarbeiten am Campus Westend der Goethe-Universität entdeckt worden. Der mit der Untersuchung des Geländes beauftragte Kampfmittelräumdienst hatte die HC-4000-Luftmine mit der dünnen Außenhaut gefunden. Die Bombe wurde durch Luftaufnahmen entdeckt, es handele sich nicht um einen Zufallsfund, berichtete die Hessenschau.

Ob die Bombenentschärfung auch Auswirkungen auf den Luftverkehr hat, ist nach Angaben der Deutschen Flugsicherung in Langen noch unklar. Das hänge auch von den Windverhältnissen am Sonntag ab. Im Anflug auf den Frankfurter Flughafen überquerten Flugzeuge nur bei Ostwind das Gebiet über dem Fundort der Bombe.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Bombe - Evakuierung in Frankfurt

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