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Weihnachtsbäume in Frankfurt Das Ende der Weihnachtsbäume

Die Fichte vom Römerberg soll zu Holzartikeln verarbeitet werden. Gewöhnliche Weihnachtsbäume in Frankfurt dagegen werden kompostiert.

Weihnachtsbaum
Kaum ist Weihnachten vorbei, liegen bereits die ersten Tannenbäume auf der Straße. Foto: Christoph Boeckheler

In der kommenden Woche wird die Fichte, die in den vergangenen Wochen als Weihnachtsbaum den Frankfurter Römerberg geschmückt hat, zum zweiten Mal fallen. Dann beginnt ihr drittes Leben. 

Nach mehr als 80 Jahren im Schlüchterner Wald im Spessart und knapp zehn Wochen in Frankfurt, wird der Stamm des mehr als acht Tonnen schweren Nadelbaums dann zu Holzartikeln verarbeitet. Schleifen und Lichterketten werden für den nächsten Weihnachtsbaum aufgehoben, weiß Sabine Gnau von der Tourismus und Congress GmbH.

„Traditionell kann die Region, die den Baum gestellt hat auch den Verwendungszweck im Anschluss mitbestimmen“, so Gnau. Und die habe entschieden, dass die Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) in Gründau-Rothenbergen ihn zu Holzartikeln verarbeitet wird. Ob zu Tischen, Stühlen, Schneidebrettchen oder anderen Produkten, steht derweil noch nicht fest. Nicht ganz so prominent wird die Zukunft der geschätzt rund 80 000 Weihnachtsbäume sein, die die Frankfurter Haushalte in den kommenden Wochen entsorgen. Aber auch sie haben noch eine Bestimmung: Gut 60 000 Bäume werden laut dem Sprecher der Frankfurter Entsorgungsbetriebe (FES), Stefan Röttele zu rund 180 Tonnen Kompost verarbeitet. 

Zu Humus werden all die Bäume, die bei den Sondersammlungen (siehe Infobox), über die Biotonne oder durch die Straßenreinigung entsorgt werden. Nach einem Zwischenstopp an drei Sammelstellen am Stadtrand werden sie zur Kompostieranlage am Osthafen gebracht. Der Humus wird später an Gartenbaubetriebe oder auch private Haushalte verkauft. Die übrigen knapp 20 000 Bäume werden laut Röttele im Müllheizkraftwerk Heddernheim zu Fernwärme und Strom. Die Sondersammlung gibt es seit vier Jahren. Durch die Innenstadt und das Bahnhofsviertel fährt das Sammelfahrzeug nicht – hier übernimmt die tägliche Straßenreinigung die Entsorgung. Doch egal wie der Baum verschwindet, vorher heißt es: Abschmücken! Sonst gibt es Probleme beim Wiederverwerten.

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