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Wasserspielplatz Tannenwald Es sprudelt wieder

Rund vier Jahre war der Wasserspielplatz Tannenwald außer Betrieb. Nun öffnet er bald wieder, nach umfangreichen Arbeiten. Die fielen teuer aus.

Wasserspiele im neu gestalteten Waldspielpark Tannenwald
Probelauf für die Wasserspiele im neu gestalteten Waldspielpark Tannenwald an der Stadtgrenze zu Neu Isenburg. Foto: Monika Müller

Bald, schon ganz bald ist es soweit: Dann können sich kleine und große Wasserratten auf dem Waldspielplatz Tannenwald wieder in spritzenden Fontänen abkühlen. Seit 2014 war die Anlage wegen technischer Mängel gesperrt, am 20. Juli soll sie wieder in Betrieb gehen.

Vom alten Spielplatz stehen geblieben ist allerdings kaum etwas. Der rote Fisch, der ehemals auf der Wasserfläche zum Spielen einlud, ist ebenso weg wie das alte Betriebshäuschen und das Rohr zum Durchkriechen. Dafür gibt es jetzt moderne Toiletten, weniger dunkle Ecken und eine technische Anlage, die weniger häufig ausfallen sollte als die alte.

Noch wird auf dem Spielplatz gewerkelt, es steht ein kleiner Bagger herum, der Rollrasen ist erst teilweise verlegt. Arbeiter sind gerade dabei, die Sitzbänke im Boden zu verankern. Doch das Wichtigste ist schon da und funktioniert: Die Wasserspielfläche ist mit Granitsteinen gepflastert, drumherum stehen zahlreiche Findlinge, in die rund 30 Wasserdüsen eingelassen sind. Wenn es soweit ist, sollen sie abwechselnd in Gruppen sprudeln, sagt Projektleiter Rüdiger Cibis vom Grünflächenamt Frankfurt. Doch die finale Programmierung steht noch nicht. „Wir müssen jetzt ranklotzen, damit es bald fertig ist“, sagt Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen).

Für insgesamt 1,3 Millionen Euro haben die Städte Neu-Isenburg und Frankfurt den Wasserspielplatz Tannenwald rundum erneuert. Schon von Anfang an war er ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Städte – liegt er doch auf Frankfurter Grund, ist aber über die Neu-Isenburger Friedensallee erreichbar.

Für den Bau 1961 hatten Neu-Isenburg und Frankfurt eigens einen Nachbarschaftsvertrag abgeschlossen.

Die Nachricht, dass der Spielplatz außer Betrieb gesetzt werden musste, habe ihn „wie ein Keulenschlag getroffen“, berichtet Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos). Um ihn so bald wie möglich zu reaktivieren, habe er „sogar die Grenzen der Stadt geändert“, sagt er schmunzelnd – allerdings nur ganz kurzfristig. Er habe beim Land Hessen darum gebeten, dass der Spielplatz in die Förderung des Programms Soziale Stadt aufgenommen würde, obwohl er auf Frankfurter Boden steht, sagt er auf Nachfrage. „Für die Neu-Isenburger ist das ja der wichtigste Spielplatz.“ Das hat geklappt und für das Projekt 300.000 Euro vom Land eingebracht. Neu-Isenburg selbst hat 200.000 Euro gezahlt, die Stadt Frankfurt 834.000 Euro.

30.000 Liter Wasser fasst die Anlage. Anders als früher muss jetzt nicht mehr immer jemand vor Ort sein, um die Qualität zu beobachten. Die Anlage prüft die relevanten Werte regelmäßig, reguliert selber Chlor und Säuregehalt und checkt die Bakterienbelastung. Per Internet lässt sich die Wasserqualität aus der Ferne prüfen. Im Notfall bekommt der Verantwortliche eine SMS.

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