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Wasserspiele in Frankfurt Warten auf das kühle Nass im Wald

Drei Frankfurter Wasserspielparks bleiben in diesem Jahr trocken – in Schwanheim dauert die Sanierung sogar bis 2020.

Wasserspiele in Frankfurt
Der Eulenspiegel-Wassersprüher in Schwanheim hat Sanierungspause bis 2020. Foto: Christoph Boeckheler er.com

Der Eulenspiegel sprüht das Wasser im hohen Bogen von sich, über die Rutsche jagen die Kinder kreischend ins knietiefe Bassin: Schön wär’s, wenn die Fotos im Internet die Gegenwart zeigen würden. Aber was man da sieht, ist die Vergangenheit des Schwanheimer Wasserspielparks. Nicht mal die vom vorigen Jahr, da fiel das nasse Vergnügen auch schon aus: Anlage kaputt. Und wer gehofft hatte, dass es bald wieder losgeht mit den Fontänen, sieht sich weiterhin enttäuscht. In diesem Jahr wird es damit nichts. Und im nächsten auch nicht.

Woran hapert’s? „Erhebliche Schäden an der gesamten Technik“, heißt es aus dem Grünflächenamt. Man hört das öfter, wenn es um die Wasserspiele geht. Dass alle Frankfurter Anlagen gleichzeitig funktioniert haben, dürfte ähnlich lang zurückliegen wie der letzte Titelgewinn der Eintracht vor Mai 2018.

Außer Betrieb sind in diesem Jahr die Wasserspiele Tannenwald (Sanierung läuft), Scheerwald (Ausschreibung läuft) und Schwanheim. „Alles ist in Bearbeitung“, sagt Grünflächenamtsleiter Stephan Heldmann, „wir sind dran, ich bin mit dem Fortschritt zufrieden.“ Soll heißen: unter den gegebenen Umständen. Dass Schwanheimer Kinder erst 2020 wieder durch Fontänen toben können, erfreue ihn auch nicht, allein: „Unsere Planungskapazitäten sind begrenzt.“ Sobald eine Sanierung beschlossen und durchfinanziert sei, gingen die Arbeiten sehr schnell. Woran es fehle, seien Planer, die alles auf den Weg bringen.

Immerhin: Für Schwanheim liege jetzt die Kostenberechnung auf dem Tisch, die Abstimmung mit Revisionsamt und Ortsbeirat laufe, die Ausschreibung könne im Herbst erfolgen, die Grundsanierung im Frühjahr 2019 beginnen. Auslöser war ein defekter Filterkessel, der allein 80 000 Euro gekostet hätte. „Da haben wir gesagt: Nein, dann machen wir die ganze Anlage neu“, sagt Heldmann. Was das kostet, darf er noch nicht verraten.

Fest steht, dass das Planschbecken in Schwanheim verschwindet; stehendes Wasser erschwert den Betrieb wegen der Hygienevorschriften. „Das hat man beim Bau in den 60er Jahren noch nicht so genau genau genommen“, sagt der Amtsleiter, „damals ging man mehr nach Optik bei der Frage, ob es Zeit ist, das Wasser abzulassen.“ Das wäre heute nicht mehr denkbar. Ziel sei, die Anlagen so zu gestalten, dass sie kein Personal vor Ort erfordern, bei gleichbleibendem Nutzwert, höchsten Hygieneansprüchen und möglichst geringen Unterhaltskosten. „Andere Städte haben solche Wasserspielparks nicht“, betont Heldmann.

Wer sich abkühlen will: Generell in Betrieb sind die Anlagen Niddapark, Lohrberg, Louisa und Günthersburgpark. Nähere Details unter www.gruenflaechenamt.stadt-frankfurt.de.

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