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Wasserpark in Frankfurt Planschen und lernen

Im Frankfurter Wasserpark, nördlich des Günthersburgparks, lädt ein neuer Lehrpfad dazu ein, mehr über das Frankfurter Trinkwasser zu erfahren.

Frankfurt. Wasserpark, Nordend. TAGESHONORAR.
Erfrischend: Station des Wasser-Lehrpfads im Wasserpark. Foto: Renate Hoyer (Renate Hoyer)

Die Kinder im Wasserpark nehmen die Brunnen sofort in Beschlag. Sie pumpen, bis es sprudelt und spritzt. Sie kurbeln, bis ein Sturm durchs Wasserglas saust. Die Wasserspiele sind Teil des neuen Lehrpfads zum Thema, der in dem Park eingerichtet wurde.

Ein Schluck Wasser gefällig? Auf Knopfdruck rieselt es aus einem Trinkbrunnen. Den hat der Wasser- und Energieversorger Mainova im Park aufgestellt. Ein halber Liter Wasser fließt, kostenlos. Das Gerät reinigt sich jede halbe Stunde selbst. Weitere solcher Trinkbrunnen stehen auf der Freßgass und der Liebfrauenstraße in der Innenstadt.

Der Wasserlehrpfad schlängelt sich auf einem Holzsteg durchs Parkgelände, gewunden wie ein Fluss, vorbei an neu gepflanzten Stauden und Gräsern und Schiefersteinen. Auf Tafeln können Interessierte lesen, wo das Trinkwasser herkommt, das in Frankfurt aus dem Wasserhahn läuft. Warum das Wasser je nach Stadtteil unterschiedlich schmeckt. Wie viel Wasser ein Mensch pro Tag verbraucht – und wofür.

Das meiste Wasser wird beim Toilettengang und Duschen verbraucht, nicht beim Trinken. Noch mehr Wasser steckt „virtuell“ in unserer Kleidung und Nahrung, in Geräten. Das „virtuelle Wasser“ wird beim Herstellen verbraucht. Wie hart Wasser ist, wird durch den Gehalt an Calcium und Magnesium entschieden. Auf der Internetseite der Mainova kann man erfahren, in welcher Straße das Wasser wie hart ist (mainova.de/privatkunden/kundenservice/wasserqualitaet.html).

Das Frankfurter Wasser kommt aus drei unterschiedlichen Regionen. Zur Hälfte stammt es aus dem Hessischen Ried. Die andere Hälfte kommt aus dem Vogelsberg und Spessart sowie aus Brunnen im Stadtwald. Hessenwasser liefert es. Etwa in den unterirdischer Speicher, der im Wasserpark liegt, einer von sechs im Stadtgebiet. Die Mainova verteilt es an die Haushalte.

Der Lehrpfad habe 400 000 Euro gekostet, sagte Constantin Alsheimer, der Vorstandsvorsitzende der Mainova. Gebaut wurde seit Dezember. Bäume seien dabei nicht beschädigt worden, betonte Mainova-Sprecher Ferdinand Huhle. Ein Zaun, der während der Arbeiten zu nahe an Wurzeln gestanden habe, sei weggerückt worden. Bürgermeister Uwe Becker (CDU), der Aufsichtsratsvorsitzende der Mainova, betonte die „hohe Qualität“ des städtischen Trinkwassers. Es schmecke so gut wie Mineralwasser, koste aber nur 0,2 Cent pro Flasche. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) regte an, beim Bauen darauf zu achten, für die Toilettenspülung eher Brauch- als Leitungswasser zu verwenden.

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