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Wasserhäuschen in Frankfurt „Mühlberglädchen“ ist Wasserhäuschen des Jahres

Das „Mühlberglädchen“ am Sachsenhäuser Berg ist das Frankfurter Wasserhäuschen des Jahres. Der Inhaber Zoltan Ajkay nimmt den Preis beim FR-Wettbewerb entgegen.

Wasserhäuschen des Jahres
Gute Laune im Mühlberglädchen: FR-Chefredakteur Arnd Festerling, Inhaber Zoltan Ajkay, Binding-Vorstand Otto J. Völker und Wasserhäuschen-Lotse Hubert Gloss als Nikolaus (von links). Foto: peter-juelich.com

Die Zukunft des Wasserhäuschens beginnt im Wendelsweg. Sagt FR-Chefredakteur Arnd Festerling, und der muss es wissen, schließlich hat er in den vergangenen Jahren so manches Büdchen gesehen. Denn seine Zeitung veranstaltet die Wahl zum Wasserhäuschen des Jahres („Das Original“) . Der diesjährige Sieger ist das „Mühlberglädchen“ im Wendelsweg, und Inhaber Zoltan Ajkay hatte bis Mittwoch ein schlechtes Gewissen, weil sein Lädchen ja eigentlich kein richtiger Kiosk sei, wie er sagt. Unsinn, meinte der FR-Chefredakteur bei der Preisverleihung, das „Mühlberglädchen“ am Sachsenhäuser Berg sei so etwas wie das Wasserhäuschen 2.0.

Sitzecken, in denen sich die Nachbarn zusammenhocken können, T-Shirts mit dem Konterfei des Goetheturms, Soßen aus Ungarn, Fanartikel von Eintracht Frankfurt, so etwas gibt es in der Tat nicht in jedem Kiosk in der Stadt. Deshalb dürfe man dem „Mühlberglädchen“ aber nicht die Bezeichnung Wasserhäuschen absprechen, sagte Festerling. In einer Stadt, „die sich ständig wandelt“, müssten schließlich auch die Büdchen neue Wege gehen. Zoltan Ajkay, der das „Mühlberglädchen“ vor elf Jahren übernahm und komplett neu einrichtete, mache das vorbildlich.

Die Vergangenheit des Wasserhäuschens liegt im Wendelsweg. Sagt Binding-Vorstand Otto J. Völker, und der muss es wissen, schließlich hat er so manches Büdchen gesehen in den vergangenen Jahrzehnten. Nicht erst, seit seine Brauerei die Wahl zum Wasserhäuschen des Jahres („Das Original“) unterstützt und 500 Euro für eine Feier beim siegreichen Kiosk gibt.

Vor 100 Jahren, so erzählte Völker bei der Preisverleihung, seien Wasserhäuschen zum einen Nahversorger gewesen, zum anderen aber Treffpunkte für die Nachbarschaft. Zu diesem Ursprung kehre Zoltan Ajkay mit seinem „Mühlberglädchen“, in dem es sogar Dosenmilch und Hüllen für Mobiltelefone (wahlweise mit Goetheturm- oder Henninger-Turm-Aufdruck) zu kaufen gibt, zurück.

Die Gegenwart des Wasserhäuschens liegt im Wendelsweg. Sagt Hubert Gloss, und er muss es wissen, schließlich ist er Wasserhäuschen-Lotse, bietet Führungen an und begleitet die Wahl zum Wasserhäuschen des Jahres („Das Original“) seit ihren Anfängen, die im Übrigen im Jahr 2014 liegen. Damals gewann das „Orange Beach“ am nördlichen Mainufer, das kurz zuvor abgebrannt war. Gloss jedenfalls sagte bei der Preisverleihung, das „Mühlberglädchen“ habe einen „guten Ruf bis hoch in den Norden Frankfurts“.

Die Zukunft des „Mühlberglädchens“ ist vorerst gesichert. Mindestens elf Jahre lang will Zoltan Ajkay das Wasserhäuschen noch betreiben. Vielleicht auch zwei- oder dreimal elf Jahre. „Mir macht es großen Spaß“, sagt er. Und an der Wahl zum Wasserhäuschen des Jahres („Das Original“) will er auch wieder teilnehmen. Nur nicht im kommenden Jahr. Denn der Vorjahressieger, so ist es gute Tradition, darf nicht teilnehmen.

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