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Verkehr Viele Frankfurter Brücken sind Sanierungsfälle

Zuletzt musste die Main-Neckar-Brücke gesperrt werden, weil eine Betonplatte gebrochen war. Nun fordert die FDP eine Übersicht über den aktuellen Zustand der Frankfurter Brücken.

Main-Neckar-Brücke
Die Main-Neckar-Brücke war kurzzeitig gesperrt, weil eine Betonplatte gebrochen war – es werden nicht die einzigen Arbeiten bleiben. Foto: Alex Kraus

Die FDP im Römer sorgt sich um den Zustand der Brücken in der Stadt. Von Mitte Juli bis Anfang Oktober war die Main-Neckar-Brücke gesperrt, weil eine Betonplatte gebrochen war – Streusalze hatten sie beschädigt.

Am Westkreuz Frankfurt (A5 und A648) über die Nidda sind wiederum vier Bauwerke in einem schlechten Zustand. Die hessische Straßenbehörde Hessen Mobil untersucht derzeit die Situation, die Sanierung soll im nächsten Jahr beginnen. Dann wird auch der Niddauferradweg auf einem Teilstück gesperrt – es wird eine Umleitung geben. 

Verkehrsbelastung nimmt zu

In Frankfurt überspannten allein 20 Brücken den Main und das Hafenbecken, sagte Elke Tafel, die planungspolitische Sprecherin der FDP. „Die Verkehrsbelastung nimmt zu. Unsere Brücken sollten daher in bestem Zustand sein oder entsprechend rasch, aber verkehrsschonend saniert werden.“ In ihrer Anfrage wollen die Freidemokraten wissen, in welchem Zustand die Brücken in Frankfurt seien, wo eine Sperrung drohe, wie oft die Brücken kontrolliert würden und mit welchen Kosten gerechnet werden müsse.

Das für Brücken zuständige Amt für Straßenbau und Sanierung geht davon aus, dass die Kosten für die Sanierungen steigen werden – die FR hatte zum Thema berichtet. Wegen des Booms in der Baubranche rechnet das Amt mit Preissteigerungen von bis zu 100 Prozent. Zuletzt hatten sich die Kosten für den Neubau der Brücke über den Luderbach an der Kennedyallee um ein Drittel erhöht, die Kosten für den Neubau der Fußgängerbrücke über die Nidda zum Freibad in Eschersheim stiegen um knapp zwei Drittel an. Insgesamt betreut das Straßenbauamt 482 Brücken und Ingenieurbauwerke im Stadtgebiet, die fortlaufend untersucht werden. 13 Millionen Euro stehen dafür im Brückenbauprogramm 2015 bis 2019 bereit – sie werden wohl deutlich überschritten. 

Mehrkosten auch in Eschersheim und Sachsenhausen 

Mit den Kosten für die Fußgängerbrücke in Eschersheim und die Straßenbrücke in Sachsenhausen beschäftigt sich die AfD-Fraktion in Anfragen – sie will unter anderem wissen, warum die Stadtverordneten nicht vor den Mehrkostenanträgen, die nun vorliegen, über die Mehrkosten informiert worden seien. Üblicherweise beantwortet der Magistrat Anfragen dieser Art binnen drei Monaten.

Bei der Main-Neckar-Brücke, die seit 1. Oktober freigeben ist, steht in den kommenden Jahren eine Grundinstandsetzung bevor. Wie das Straßenbauamt mitteilte, liefen Gespräche mit der Eigentümerin, der Deutschen Bahn. Ziel sei es, Sperrungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Brücke über den Luderbach soll Ende 2018 fertig sein. Von heute bis Donnerstag, 20. Dezember, werden dort die Fußgänger- und Fahrradwege ausgebaut – die Kennedyallee wird wechselseitig auf eine Fahrspur reduziert. Die Richard-Strauss-Allee ist voll gesperrt. Weitere Brückenarbeiten liefen unter anderem auf der Camberger Brücke (bis Sommer 2019), an der Neckermannbrücke entlang der Hanauer Landstraße (bis Sommer 2019), am Miquelknoten (bis Ende 2018) und an der Dillenburger Straße (bis Ende 2018).

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