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Veranstaltung Hunderte auf Israelkongress

Bei einer Konferenz für die deutsch-israelische Partnerschaft im Congress Center der Frankfurter Messe geht es um Politik, Wirtschaft und kulturellen Austausch.

Politische Diskussionen, Handelskontakte und kultureller Austausch: Hunderte Menschen haben am Sonntag am fünften Deutschen Israelkongress im Congress-Center der Frankfurter Messe teilgenommen. Die Konferenz, auf der sich Politiker, Wissenschaftler, Unternehmer und Aktivisten vernetzen, die sich für die deutsch-israelischen Beziehungen einsetzen, fand zum vierten Mal in Frankfurt statt.

Man treffe sich gerne in Frankfurt, weil die Unterstützung der Stadt „fantastisch“ sei, sagte Sacha Stawski, Vorsitzender des Vereins „I like Israel“ und Organisator der Konferenz, der Frankfurter Rundschau. Durch die enge Städtepartnerschaft mit Tel Aviv und die gute Erreichbarkeit für Gäste aus aller Welt sei hier der ideale Ort für den Israelkongress, der in diesem Jahr besonders „das multikulturelle Israel“ in den Blick nehme.

Frankfurts Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) sagte bei der Eröffnung der Tagung, sie sei „ein Leuchtturm der Solidarität mit Israel in der israelfreundlichsten Stadt außerhalb Israels“. Becker verwies auf die vielfältigen Kontakte zwischen Frankfurt und Tel Aviv. Die deutsche Politik rief er dazu auf, sich nicht nur rhetorisch zu Israel zu bekennen, sondern etwa Jerusalem offiziell als israelische Hauptstadt anzuerkennen. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte, Deutschland und Israel seien „in vielfältiger Weise und untrennbar miteinander verflochten“. Damit das so bleibe, müsse man vor allem auf wechselseitige Begegnungen setzen.

Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff verwies in seiner Rede auf die fortwährende Bedrohung seines Landes. Der iranische Präsident Hassan Ruhani habe Israel erst kürzlich als „Krebsgeschwür“ bezeichnet; auch andere Gegner Israels versuchten, sein Land international zu delegitimieren. „Aber alle Bemühungen, Israel zu isolieren, werden scheitern“, sagte Issacharoff. Sein Land sei ein Stabilitätsfaktor im Nahen Osten und stelle sich gegen Terrorgruppen wie Hamas, Hisbollah und IS. Gilad Erdan, israelischer Minister für strategische Angelegenheiten und öffentliche Sicherheit, sagte, Israel habe keine Probleme mit der Bevölkerung Irans oder des Libanon. Aber sein Land werde „alles tun, was notwendig ist, um sich zu verteidigen“. Deutschland solle sich den neuen Sanktionen der USA gegen den Iran anschließen, forderte Erdan.

Die Lage im Iran war auch Thema bei einem der rund 30 parallel ablaufenden Podiumsgespräche auf dem Israelkongress. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt sagte etwa bei einer Diskussion, in der deutschen Iranpolitik würden die Interessen Israels zu wenig berücksichtigt. Adal Feyzi, Politiker der iranisch-kurdischen Oppositionspartei PDKI, sagte, die iranische Regierung kämpfe mit einem massiven Legitimitätsverlust. Durch die hohe Inflation und die Arbeitslosigkeit sei in seiner Heimat zuletzt eine „hochexplosive“ Situation entstanden.

Neben Infoständen von Reiseunternehmen, Werbung für israelische Produkte oder Initiativen, die sich gegen Antisemitismus einsetzen, wurden auf der Tagung auch verschiedene Preise verliehen. Eintracht Frankfurt und die Deutsche Sportjugend wurden für die Förderung des deutsch-israelischen Jugendaustausches mit dem Arno-Lustiger-Ehrenpreis des Kongresses ausgezeichnet. Stadtkämmerer Uwe Becker wurde für seinen Einsatz für die deutsch-israelischen Beziehungen gewürdigt.

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