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Vaterschaftsklage OLG Frankfurt Udo Jürgens doch kein Papa

Die Kinderschar von Udo Jürgens ist doch nicht größer als gedacht. Das Oberlandesgericht Frankfurt weist die Klage einer Frau aus Südhessen zurück, die glaubt, das Kind des Schlagersängers zu sein. Ein Gentest spricht dagegen.

Schlagersänger Udo Jürgens ist nicht der Vater einer 42 Jahre alten Südhessin. Foto: Michael Schick

Nein, sie ist nicht die Frucht von Udo Jürgens’ Lenden. Das hat erstmals das Amtsgericht Dieburg festgestellt. Und der Darmstädter Senat des Frankfurter Oberlandesgerichts hat diese Einstellung gestern bestätigt.
Die 42 Jahre alte Fitnesstrainerin versucht schon seit einiger Zeit, zumindest juristische Tochter des Schlagersängers zu werden. Ihre Mutter habe ihr Ostern 2009 gebeichtet, dass sie das Produkt einer Liebesnacht aus dem Jahre 1971 sei.

Das Datum mag hinkommen, der Vater nicht. Das Amtsgericht verglich eine DNA-Probe von Jürgens, die dieser im Jahr 2008 hatte abgeben müssen, nachdem eine andere Frau behauptet hatte, Jürgens leibliche Tochter zu sein. Was sie nicht war. Die 42-Jährige aber auch nicht.

Diese behauptete daraufhin, die abgegebenen Proben stammten gar nicht von Udo Jürgens. Und ließ in den Niederlanden ein zweites Gutachten in Auftrag geben, mit angeblichen Original-Udo-Jürgens-Relikten, die von einem Abschminktuch, einer Serviette und einem Ohrstäbchen stammen sollen und die ihr „zugespielt“ worden seien.

Das Frankfurter OLG hat nun die Beschwerde gegen das Urteil des Dieburger Amtsgerichts zurückgewiesen. An den Proben, die Jürgens 2008 geliefert hatte, sei nichts auszusetzen. Sie sei nicht Udo Jürgens Tochter und damit basta. Das Urteil ist rechtskräftig. Der 42-Jährigen bleibt der Trost, dass nach Aussage ihres Wunschvaters das echte Leben sowieso erst in 24 Jahren anfängt.

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