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Urban Gardening in Frankfurt Frankfurter Pilze

Die Frankfurter Stadtgärtner erweitern ihr Angebot: Sie bieten jetzt auch frische Pilze an. Die Champignons, Austernpilze und Kräuterseitlinge wachsen im sogenannten Fischergewölbe unter der Alten Brücke.

Neue Ernte: Frankfurter Champignons. Foto: Johannes Zender

Der Frankfurter Garten floriert: Am Main züchtet das Urban-Gardening-Projekt jetzt auch „eigene Stadtpilze“, wie der Verein mitteilt: Champignon, Austernpilz, Kräuterseitling und Shiitake wachsen im sogenannten Fischergewölbe unter der Alten Brücke. „Das Ziel: Frische Pilze wenige Stunden nach der Ernte auf den Frankfurter Tellern“, formuliert Sprecherin Carolin Duss.

Die ersten essbaren Pilze sind schon da. Wenn alles klappt, hoffen die Gärtner auf mehrere Tonnen Ernte. Das Ganze ist auch ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz: In Deutschland würden zwar etwa 70.000 Tonnen Pilze produziert – ein Großteil werde aber importiert aus Nachbarländern oder gar aus Ostasien. Der Transport belastet die Umwelt, auch der Geschmack leidet.

Daher möchten die Stadtgärtner die Frankfurter einladen, selbst urbane Bauern und Gärtner zu werden. „Frische Pilze möchten wir als Frankfurter Garten selbst züchten“, sagt Ilona Lohmann-Thomas vom Vorstand des Vereins Frankfurter Garten.

Der Magistrat unterstützt sie. „Ein weiteres gutes Beispiel, wie sich leerstehende, ungewöhnliche Orte sinnvoll und nachhaltig nutzen lassen“, sagt Bürgermeister Olaf Cunitz. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig lobt, der Pilzgarten passe wunderbar in die Ziele einer Green City. Und Verkehrsstadtrat Stefan Majer freut sich, dass das lange Zeit ungenutzte Fischergewölbe „aus dem Dornröschenschlaf“ geweckt werde. Das Amt für Straßenbau und Erschließung stellt den feuchten Ort für zunächst zwei Jahre bereit.

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