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Unterliederbach Das Ende der Buckelpiste

Die frisch sanierte Silostraße ist zwei Monate früher als geplant wieder freigegeben worden. 1,7 Millionen haben Stadt und Land in die stark befahrene Straße investiert.

Gutes Ende einer nahezu unendlichen Geschichte: die Silostraße ist saniert. Foto: peter-juelich.com

Und sie ist doch noch fertig geworden. Seit gestern rollt der Verkehr auf der Silostraße wieder in beiden Richtungen. Ohne Schlaglöcher. Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) und weitere städtische Größen haben die Trasse gestern offiziell freigebenen. „Die Silostraße ist eine wichtige und stark befahrene Straße“, sagte Oesterling. Vor vier Jahren sei der vordere Teil an der Pfaffenwiese und der neuen Feuerwache Nummer 31 umgestaltet worden, erinnerte der Dezernent. Im November 2015 hatten dann die Bauarbeiten für den weiteren Verlauf begonnen. Zwei Monate früher als geplant seien sie abgeschlossen worden, verkündeten die städtischen Vertreter.

Allerdings bestand das Problem schon über Jahrzehnte. „Das war die übelste Buckelpiste, die man sich vorstellen konnte“, sagte Albrecht Fribolin (CDU), Mitglied des Ortsbeirats 6. Schon seit den 1980er Jahren sei über die Sanierung diskutiert worden, berichtete der Sindlinger.

1,7 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. 80 Prozent davon habe das Land getragen. „Die Grunderneuerung bewegte sich im Kostenrahmen“, so die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, Michaela Kraft. Baudirektorin Kraft lobte das Zusammenspiel der Akteure, von Ämtern sowie Anwohnern. „Die Rahmenbedingungen waren nicht einfach“, sagte sie.

Eine „hohe Frequentierung“ der Straße durch Autos und Fußgänger sowie Veranstaltungen in den beiden Mehrzweckbauten Jahrhundert- und Ballsporthalle hätten die Arbeit erschwert. Günter Schneider, Abteilungsleiter des Baubezirks West, erinnerte an das Basketball-Team der Skyliners, das über die reguläre Saison hinaus weitere Playoff-Spiele in der Ballsporthalle ausgetragen hatte.

Als Hinweis für die Fahrradstreifen in beiden Richtungen brannte Kraft am Donnnerstag per Gasbrenner ein letztes von mehreren Radfahrer-Symbolen an der Ecke Hunsrückstraße in den Asphalt. Gemeinsam mit Ortsbeiratsmitgliedern räumten die Stadtvertreter eine rot-weiß gestreifte Sperrschranke zur Seite.

Flohmarkthändler standen schon am Donnerstag wieder vor der Jahrhunderthalle. Ab heute soll der Bus 54 die Haltestellen „Silostraße Mitte“ und „Silobad/Ballsporthalle“ auch Richtung Sindlingen erneut anfahren können. Gestern hing noch ein Schild „Haltestelle außer Betrieb“ am Bus-Stop vor der Ballsporthalle.

Mit dem Ergebnis der Sanierung zeigten sich die Ortsbeiratsmitglieder einverstanden. Ilona Klimroth (CDU) sagte: „Ich bin total zufrieden“. Insbesondere wegen der Parkstadt in Unterliederbach, die immer weiter bebaut werde, sei es wichtig gewesen, die Silostraße zu sanieren, um dem wachsenden Verkehr gerecht zu werden. Sorgen bereitet den Ortsbeiräten weiterhin die Höchster-Farben-Straße, die parallel zur Silostraße, getrennt durch Bahngleise, an den Höchster Farbwerken entlang nach Sindlingen verläuft.

Auf dem rund einen Kilometer langen Teilstück zwischen Leuna-Kreisel und Bleiwerks-Brücke gehe es zu wie bei einer „Berg- und Talfahrt“, sagte CDU-Ortsbeirat Fribolin.

„Dieses kleine Stück fehlt noch“, sagte Baubezirksleiter Schneider. „Das Land hat es auf der Prioritätenliste“, berichtete er. „Da müssen wir unseren Landtagsabgeordneten weiter quälen“, entgegnete Fribolin. Die Radwege seien zwar gerichtet. Doch Autofahrer sowie Busse und deren Fahrgäste müssten leiden.

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