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Unentdeckte Verbrechen in Frankfurt Frankfurt verbessert die Leichenschau

Um zu verhindern, dass Verbrechen nicht entdeckt werden, sollen in Frankfurt künftig mehr Rechtsmediziner eingesetzt werden.

12.01.2018 12:36
Rechtsmedizin in Frankfurt
Die Leichenschau in Frankfurt soll professionalisiert werden, damit Straftaten nicht unentdeckt bleiben. Foto: Andreas Arnold (dpa)

In einem Pilotprojekt will die Stadt Frankfurt die Aufklärung von Todesursachen verbessern. Künftig soll deutlich häufiger ein Rechtsmediziner klären helfen, ob es sich um ein Verbrechen handelt. Damit sollen mehr Straftaten aufgedeckt werden, teilten Stadt, Polizei und Universitätsklinik bei der Vorstellung des Projekts am Freitag in Frankfurt mit. Frankfurt sei die erste Kommune in Deutschland, die ihre Leichenschau professionalisiere.

Im Bundesland Bremen wird seit August jeder Gestorbene von einem ausgebildeten Leichenarzt begutachtet. In Frankfurt soll nun immer dann, wenn die Polizei bei einer gefundenen Leiche ist oder hinzugerufen wird, auch ein Rechtsmediziner kommen. Bisher wurde der Hausarzt alarmiert - was laut Polizei erhebliche Wartezeiten und teils Qualitätsmängel mit sich brachte. Für das Pilotprojekt will die Stadt eine neue Stelle in der Rechtsmedizin schaffen. Ist die Polizei nicht bei einem Toten, soll weiterhin der Hausarzt die Leichenschau übernehmen.

Rechtsmediziner und Polizei kritisieren seit langem bundesweit eine zu hohe Zahl an fehlerhaften Totenscheinen und oberflächlichen Leichenschauen. Experten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Rostock untersuchten in einer Studie 10 000 Todesbescheinigungen: Davon waren lediglich 223 fehlerfrei, 44 Mal wurde fälschlicherweise ein natürlicher Tod festgestellt. (dpa)

 

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